Wer gefirmt wird, steigt gewissermaßen von der „Jugendmannschaft“ in die „Kampfmannschaft“ auf. Nicht mehr nur dabei sein, sondern mitspielen. Nicht mehr nur zuschauen, sondern mitgestalten.
Dopler versuchte in seiner Predigt zu betonen, dass das Erreichen der Firmkarte nicht das Ziel ist – als wäre damit schon alles geschafft. Vielmehr ist sie ein Zeichen der Bereitschaft, ein nächster Schritt: gleichsam die „Zulassung“, jetzt wirklich ins Spiel zu kommen und Verantwortung zu übernehmen.
Er zeichnete dabei immer wieder das Bild vom Fußball und weitete den Blick auf andere Lebensbereiche, die vielen vertraut sind: das Engagement bei der Feuerwehr, in der Musikkapelle oder im Orchester. Auch dort geht es nicht nur ums Dabeisein. Wer sich einbringen will, braucht Übung, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.
Bei der Feuerwehr zählt jeder Handgriff – im entscheidenden Moment muss man bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. In der Musikkapelle oder im Orchester entsteht Klang nur, wenn jede und jeder seinen eigenen Teil beiträgt und zugleich auf die anderen hört. So wie im Sport gilt dies auch im Glauben und im Leben einer Pfarrgemeinde: Gemeinschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen, ihre Fähigkeiten entfalten und füreinander da sind.

In all diesen Bildern wurde deutlich: Firmung heißt nicht, etwas abzuschließen, sondern sich bewusst in ein größeres Ganzes hineinzustellen. Es ist die Einladung, die eigenen Talente einzusetzen – im Glauben, im Alltag und in der Pfarrgemeinde.
Jesus beschrieb er als Trainer – einen, der ruft, ermutigt, manchmal herausfordert und immer an seine „Mannschaft“ glaubt. Und der Heilige Geist wirkt wie ein Mentalcoach: stärkend, inspirierend, leise im Hintergrund – und gerade so eine Kraftquelle, die trägt und antreibt.
Diese Bilder machten deutlich: Kirche ist kein fertiger Verein, sondern ein lebendiges Miteinander. Jeder hat seinen Platz, jede und jeder bringt etwas ein. Alle Getauften und Gefirmten sind eingeladen, mitzuwirken – nicht perfekt, aber engagiert und mit offenem Herzen.
In der Feier wurde spürbar, dass dieser Schritt ein bewusster Übergang ist: hinein in mehr Eigenständigkeit im Glauben. Die Jugendlichen sagten ihr Ja dazu – nicht als Abschluss, sondern als Beginn eines bewussteren Mitwirkens im Leben und in der Gemeinschaft.
Ein besondere Dank allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses JA zum Glauben zum Fest wurde. Romana Diwold, die aus singbereiten Eltern einen Chor formte, der das Fest der Firmung feierlich umrahmte, allen die sich musikalisch mit einem Instrument oder einer Solstimme eingebracht haben, zwei Großmütter der Firmlinge, die die Marienkirche Niederzirking mit Blumen in ein festliches Ambiente verzauberten, der Katholischen Jugend, die trotz widriger Wetterbedingungen zur Agape einluden, den Minstrantinnen und Diakon Julian Gillesberger, dem Firmteam und allen, die in an diesem Fest beteiligt waren, sodass die Firmung nicht der Abschluss des Initiationsritus war, sondern der Beginn selbständiger junger erwachsenwerdender Christinnen und Christen.
Die „Kampfmannschaft“ wächst – und ebenso die Gemeinschaft der Engagierten, ob im Glauben, im Einsatz für andere oder im gemeinsamen Gestalten. Neue Spielerinnen und Spieler, neue Mitwirkende, neue Stimmen sind bereit, ihren Platz einzunehmen.