.... denn durch sein Heiliges Kreuz wurde die Welt erlöst

Eine Kreuzwegandacht oder das Kreuzweg-Gebet ist ein besonderes Gebet, das den biblischen Leidensweg aufgreift und um weitere Stationen ergänzt. Bei uns in der katholischen Kirche wird es besonders gepflegt und vor allem in der vorösterlichen Fastenzeit und in er Karwoche praktiziert.
Die Kreuzwegandacht besteht aus 14 Stationen. Für jede Station gibt es bestimmte Texte und Gebete, die entweder allein für sich gebetet oder in der Gruppe gesprochen werden. Damit gehen die Betenden den Leidensweg Jesu symbolisch nach.
Das Ziel des Kreuzweg-Gebets ist es, die eigenen Sorgen und Leiden mit den Leiden Jesu Christi zu verbinden und so an seiner Passion teilzuhaben.
Von Beginn an haben Christinnen und Christen dem Leiden und Sterben Jesu gedacht. In Jerusalem besuchten sie dabei nacheinander zwei historische Orte: das Haus des Pilatus, wo Jesus verurteilt wurde, und den Berg Golgotha, auf dem das Kreuz stand.
Zwischen der Stelle, an der das Haus des Pilatus gestanden haben soll, und Golgotha liegen ungefähr anderthalb Kilometer. Diese Strecke wird im 14. Jahrhundert von den Franziskanern als Weg mit mehreren Stationen gestaltet – deren Inhalt entweder auf biblischer Überlieferung fußt oder auf kirchlicher Tradition. Die Gläubigen können ihn gehen und dabei das Leiden Jesu meditieren. In Jerusalem heißt dieser Weg „Via Dolorosa“ („Schmerzensreiche Straße“). Über die Franziskaner und Pilgerinnen und Pilger findet der Kreuzweg Verbreitung in der Welt.
Zunächst gibt es Kreuzwege nur in Kirchen des Franziskanerordens. Doch die Andachtsform erfreut sich bald großer Beliebtheit und wird fester Bestandteil in jeder Pfarrkirche. Heute findet man die gemalten oder plastischen Darstellungen der Kreuzwegstationen meist an den Wänden des Kirchenraumes, darüber ein kleines Kreuz – so, wie auch bei uns in der Stadtpfarrkirche in Ried.


Und so die Bezeichnung der 14 Stationen. Sie erzählen die Leidensgeschichte Jesu wie folgt:
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Jesus wird verurteilt.
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Jesus nimmt sein Kreuz auf.
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Jesus fällt zum ersten Mal.
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Jesus begegnet seiner heiligen Mutter.
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Simon von Cyrene hilft Jesus.
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Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.
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Jesus fällt zum zweiten Mal.
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Jesus begegnet den weinenden Frauen.
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Jesus fällt zum dritten Mal.
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Jesus wird seiner Kleider beraubt.
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Jesus wird ans Kreuz genagelt.
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Jesus stirbt am Kreuz.
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Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen.
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Jesus wird in das Grab gelegt.