„Wir besingen in unseren Liedern eine große Verheißung, das Stillen unserer Sehnsüchte und
innersten Wünsche, das Gewahr-werden wahrlich Mensch zu sein.“ - so der Propst in seiner Weihnachtspredigt und nannte das Weihnachtsfest „die große Tröstung unseres Gottes“. Gott bejahe den Menschen durch seine Menschwerdung von „vorneherein“ und liebe den Menschen ohne Vorleistung.
Die Zuwendung in seinem Sohn erfahre aber auch Ablehnung, Kopfschütteln und Unverständnis. Dennoch halte Jesus konsequent daran fest, ja sogar bis ans Kreuz, denn sie sei keine unter Bedingungen, sondern bedingungslos.
Das Weihnachtshochamt gestaltete wieder Chor und Instrumentalisten unter der Leitung von Walter Druckenthaner. Ein herzliches Vergelt´s Gott allen Mitwirkenden sowie ein herzlicher Dank für den wunderbaren Blumenschmuck.
Propst Markus und der Konvent wünschen allen gesegnete Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr 2026.
Hl. Nikolaus besucht die Volksschule Reichersberg am 05.12.2025
Traditionellerweise besuchte der Hl. Nikolaus die Volksschule Reichersberg, in diesem Jahr allerdings bereits am 5. Dezember. Begleitet wurde er vom Stiftsdechant H. Klemens. Im festlich geschmückten Klassenraum herrschte eine feierliche Stimmung, als der Nikolaus eintraf: Alle Schülerinnen und Schüler hatten ihre Sitzplätze eingenommen und warteten ganz gespannt. Bei der anschließenden Feier wurden gemeinsam Lieder gesungen und die einzelnen Klassen trugen ihre bestens einstudierten Gedichte vor. Die 4. Klasse erzählte in einem Rollenspiel die Legende vom Kornwunder nach.
Im Anschluss an die Adventkranzweihe in der Stiftskirche lud der Pfarrgemeinderat zur Lichteinschaltfeier in die Hofmark ein.
Bei Kinderpunsch, Glühwein, Bratwürstel und weihnachtlichen Klängen wurde die Weihnachtsbeleuchtung der Gemeinde Reichersberg eingeschaltet.
Pfarre Reichersberg am Kunsthandwerksmarkt am 15. und 16.11.2025 vertreten
Traditionell schenkte die Stiftspfarre Reichersberg beim Kunsthandwerksmarkt wieder Kinderpunsch, Glühwein und Kuchen aus. Auch der Bücherflohmarkt lud zum Schmökern ein.
Der Reinerlös dient laufenden Sanierungsarbeiten.
Am Sonntag feierte Stiftsdechant H. Klemens den Sonntagsgottesdienst, der von Rudi Gassner und Brigitte Gaisböck musikalisch gestaltet wurde.
Seit jeher ist sich der Mensch bewusst, dass die Gaben der Natur keine Selbstverständlichkeit sind. Schon in vorchristlicher Zeit feierten Menschen Feste, um für die Ernte zu danken. Auch im Judentum spielt das Dankgebet über Brot und Wein eine ganz wesentliche Rolle beim rituellen Pessach-Mahl.
Sonntag für Sonntag beten auch wir Katholiken und Katholikinnen jene Gebete über Brot und Wein, wenn wir Eucharistie (deutsch: Danksagung) feiern.
„Gepriesen bist du, Herr, unser Gott,
Schöpfer der Welt.
Du schenkst uns das Brot,
die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.
Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht,
damit es uns das Brot des Lebens werde.“ (aus dem Messbuch)
Am Sonntag, den 05. Oktober 2025, wurde in der Stiftspfarre ganz besonders an diesen Dank für das Nicht-Selbstverständliche erinnert.
Dank zu sagen gilt auch all jenen, die in der Vorbereitung auf dieses Fest beteiligt waren, mitgefeiert haben und so diesen Tag gewürdigt und geheiligt haben.
Am Hochfest unseres Stifts- und Pfarrpatrons, dem heiligen Erzengel Michael, verwies Propst Markus in der Predigt auf den Namen Michaels, der aus dem hebräischen übersetzt „Wer ist wie Gott?", heißt.
Auf unserem Hochaltar trägt das Schild des Engels die hebräischen Buchstaben seines Namens als Aufschrift. Dort, wo der Platz Gottes durch Anderes ersetzt wird, entstehen Entwicklungen, die sich oft als nicht gut enthüllen - das zeigt uns die gesamte Geschichte der Menschheit immer wieder auf.
Michael ist also auch ein Platzhalter Gottes und unser Stift ist seit 941 Jahren ein solcher. Mithilfe unseres Schutzpatrons wollen wir Augustiner-Chorherren auch weiterhin einen Ort für Gott inmitten des Innviertels reservieren.