
Lebenslauf
Andreas Bichler wurde am 04.12.1940 als zweites von 3 Kindern seiner Eltern Maria und Andreas geboren. Nur wenige Minuten später folgte ihm sein Zwillingsbruder Franz auf die Welt. Gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern und seiner Cousine wuchs er am elterlichen Hof auf.
Da sein Vater nicht aus dem Krieg zurückkehrte, musste er schon in sehr jungen Jahren Verantwortung für den Betrieb übernehmen. Dadurch war seine Kindheit überschattet von harter Arbeit und vielen Entbehrungen.
Nach seiner Schulzeit, die er an der Volksschule Rainbach absolvierte, widmete er sich vollständig der Arbeit in der Landwirtschaft.
In der Jugendzeit folgten gemeinsame Unternehmungen und Ausflüge mit der Rainbacher Jugendgruppe, bei denen er seine Frau für`s Leben kennenlernte.
Am 23. Juli 1967 heiratete er seine Maria.
Dieser Ehe entsprangen zwei Kinder, ein Jahr nach der Hochzeit Andreas und nach 3 Jahren Maria.
Um das Familienglück beherbergen zu können, bauten sie gemeinsam 1974 ein Haus für ihre Familie. In den darauffolgenden Jahren folgte die Modernisierung des Hofes, dessen Höhepunkt der Neubau des Stalles im Jahr 1983 war.
Neben der Arbeit am Hof war Andreas auch sehr stark für die Öffentlichkeit engagiert. Neben den unzähligen ehrenamtlichen Stunden für die Pfarre, war er – unter Anderem – in der Molkereigenossenschaft Taufkirchen und in der Freiwilligen Feuerwehr Rainbach aktiv. All diesen Aufgaben kam er mit großer Begeisterung nach, nicht zuletzt deswegen, weil er ein sehr geselliger und äußerst hilfsbereiter Mensch war.
Doch nicht nur in den Vereinen traf er sich gerne mit Freunden, auch bei ihm zu Hause standen jedem Besucher die Türen offen. Gemeinsam mit seinem Zwillingsruder Franz und den Nachbarn wurden oft gesellige Stunden unter dem Kastanienbaum verbracht.
Neben dem Vereinsleben war eine seiner größten Leidenschaften die Waldarbeit. Jeder Quadratmeder Wald wurde gepflegt, überall wo ein Bäumchen gefehlt hat wurde sofort eines ergänzt.
Besondere Freude bereiteten ihm und seiner Frau Maria ihre 9 Enkel, die er immer gerne zu seinen regelmäßigen Gängen um Haus und Hof mitnahm.
Den wohl schwersten Schicksalsschlag in seinem Leben stellte der Tod seines Bruders Franz, zu dem er sein Leben lang eine enge Verbindung hatte, dar.
Dieser Verlust hat nicht nur ihn, sondern auch seine Gesundheit schwer gezeichnet. In den darauffolgenden 5 Jahren hat ihn seine Frau Maria immer wieder aufgebaut, ihn ermuntert und ihn jederzeit, wenn es nötig war, mit der Unterstützung ihrer Familie liebevoll gepflegt.
Die zahlreichen Besuche seiner Verwandten, Freunde und Nachbarn bedeuteten ihm sehr viel und munterten ihn immer wieder auf.
Am 11.Jänner 2018 schlief ein guter Ehemann, unser Vater, Opa und Freund Andreas im Kreise seiner Familie friedlich für immer ein.