
Lebenslauf
Unser Papa wurde am 4.12.1932 als viertes von fünf Kindern in Rainbach geboren.
Nach dem Besuch der Volksschule in Rainbach arbeitete er am elterlichen Hof.
1960 heiratete er Theresia Degenberger aus Brunnenthal (vom Speckmann-Gut in Korneredt).
Im selben Jahr übernahmen sie den Hof seiner Eltern.
Mit seiner Resi hatte er 4 Töchter. Wurde er auf uns Mädels angesprochen, meinte er immer: „Die Buben werden schon von selber kommen!“ Bei Lisi´s Hochzeit sagte er: „Jetzt habe ich sie alle unter der Haube“.
1972 wurde der Stall neu gebaut. Dabei erlernte unser Papa das Maurerhandwerk, womit er sich in den folgenden Jahren etwas dazuverdienen konnte, um 1977 auch das Wohnhaus neu zu bauen.
Leider konnten sie ihr neues zu Hause nicht mehr sehr lange gemeinsam genießen. 1982 erkrankte unsere Mami schwer und verstarb im Juli 1983 im Alter von nur 49 Jahren.
Das war ein sehr schwerer Schicksalsschlag für unsere ganze Familie, denn Lisi war erst 9 Jahre alt.
Die folgenden Jahre waren eine sehr schwere Zeit – haben uns aber auch sehr zusammengeschweißt.
Ein großes Glück durfte unser Papa 1988 erfahren, als er seine Berti kennenlernte. Die beiden erlebten wunderschöne Jahre zusammen und entdeckten auch das Reisen für sich.
Berti wurde ein wertvoller Bestandteil unserer Familie und uns allen eine mütterliche Freundin.
Große Freude hatte er mit seinen 8 Enkeln und 9 Urenkeln, die ihm immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberten.
Geselligkeit und das Vereinsleben waren ihm immer sehr wichtig. Bis zu seiner Krankheit war er aktives Mitglied im Kirchenchor, wo er über 60 Jahre mitwirkte.
Beim Männerchor Rainbach war er Gründungsmitglied, er spielte auch über 40 Jahre in der Feuerwehrmusikkapelle Rainbach und war aktives Mitglied der Feuerwehr.
Der Dreigesang mit seinen besten Freunden Hans und Karl währte bis zum Schluss. Sie waren weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Jedes Jahr im Advent besuchten sie die bettlägrigen Gemeindebürger und brachten ihnen ein selbstgemachtes Geschenk von unserem Papa mit.
Im Februar 2013 erkrankte er schwer. Von diesem Zeitpunkt an, konnte er nicht mehr so aktiv am öffentlichen Leben teilnehmen.
Sein Leiden wurde immer beschwerlicher. Er wurde bis zu seinem Tod liebevoll von unserer Schwester Resi gepflegt, mit tatkräftiger Unterstützung ihrer eigenen Familie.
Im Namen von Papa und uns Schwestern nochmals DANKE RESI!
Weiters möchten wir uns bei allen bedanken, die ihn in den letzten Jahren immer wieder besuchten, und ein wenig Abwechslung in seinen Alltag brachten.
Papa nochmals danke für alles und alles Gute für deine letzte Reise!