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Pfarrgemeinde Rainbach im Innkreis
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5. Anton Oberbauer

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Geboren am 15.4.1946

Gestorben am 24.2.2017

 

Parte

Nachruf

Liebe Trauergemeinde, sehr geehrter Herr Pfarrer! Wir sind heute hier, um vom Ehemann, Vater, Opa und guten Freund Anton Oberbauer Abschied zu nehmen.

Der „Schuster Toni z’Haselbach“, wie er bekannt war, wurde am 15. April 1946 als jüngstes Kind von Katharina und Anton Oberbauer in Haselbach 2 geboren und wuchs dort mit seiner acht Jahre älteren Schwester Katharina auf – seinen älteren Bruder durfte er leider nie kennenlernen. Ebenfalls am Hof großgeworden ist sein gleichaltriger Cousin Fredi Kothbauer, aus dem Spielkameraden entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft.

Hineingeboren in die Nachkriegszeit, waren es wohl die schwierigen Umstände, die seine Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich beeinflussten. Ständige finanzielle Engpässe – seine Eltern wussten oft nicht, wie sie über die Runden kommen sollten – machten ihn sparsam, die vorhandene Arbeit fleißig und strebsam. Ich glaube auch, dass seine kritische Weltanschauung ein Resultat der damaligen Missstände war.

Sein schulischer Werdegang führte ihn von der Volksschule in Rainbach in die landwirtschaftliche Fachschule nach Otterbach, wo seinem Hausverstand und der Bauernschläue das nötige Fachwissen hinzugefügt wurde. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters von Tonis Vater, befasste sich dieser nicht mehr mit der damaligen technischen Entwicklung, Traktorarbeiten fielen daher schon früh in den Aufgabenbereich vom Toni.

Aber selbstverständlich ist Toni in seiner Sturm-und-Drang-Zeit auch tüchtig auf Brautschau gewesen. Als „fescher Junggeselle“, wie er sich selbst schmunzelnd gern bezeichnet hat, wollte er natürlich auch ein dementsprechend schneidiges Dirndl an seiner Seite. Fündig wurde er 1968 in Brauchsdorf, wo er seine Loisi – geborene Mayrhofer – kennenlernte. Ausgestattet mit den gleichen Interessen und Denkweisen sowie der selben Strebsamkeit, wurden die beiden zum Erfolgsgarant am Schusterhof.

Nach der Übernahme des Hofes im Jänner 1971, fand im selben Jahr am 12. April die Hochzeit statt und schon im August wurde Tochter Ingrid geboren. Gerlinde folgte bereits 12 Monate später. Gefestigt im Familienleben und nach Überwindung der finanziellen Nöte, kam es am Hofe in Haselbach zu einer regelrechten Aufbruchsstimmung.

Die 70ger-Jahre waren eine große Zeit des Schaffens, so begann 1973 mit dem Bau eines für damalige Zeiten modernen Stalles die Entwicklung zu einem regelrechten Vorzeigebetrieb, diverse Maschinen wurden angekauft, Umbauarbeiten in Wohnhaus in Angriff genommen und Flurbereinigungsmaßnahmen mit äußert viel Engagement und Leidenschaft durchgeführt.

Große Freude herrschte im Hause Oberbauer, als 1978, als dritter Spross im Bunde, Sohn Anton geboren wurde.

Außerdem war der Toni zeitlebens ein großer Gönner der Feuerwehr. Als die Freiwillige Feuerwehr Höcking auf der Suche nach Räumlichkeiten für ihr Fest daher beim Schuster landete, war es für ihn und Loisi keine zusätzliche Last, sondern viel mehr eine Freude, dass sie 15 Jahre lang Gastgeber für deren Veranstaltung sein konnten.

Ein großer Schicksalsschlag war 1983 der unerwartete Tod seiner Mutter Katharina, die – wie er – im Alter von nur 70 Jahren viel zu früh verstorben ist.

Als leidenschaftlicher Landwirt erweiterte Toni sein Betätigungsfeld – er machte sozusagen das Hobby zum Beruf. Da sich durch die moderne Ausrichtung des eigenen Betriebes der Zeitaufwand für sämtliche Arbeiten verkleinerte, war es ihm möglich, durch die tatkräftige Mitarbeit beim Schmidbauer z’Wagholming die Einkommenssituation zusätzlich zu verbessern.

Wie bekanntlich häufig im Leben, liegen Freud und Leid oft nahe beieinander. So folgte auf den Tod seines Vaters, der von 1902 bis 1998 beinahe ein ganzes Jahrhundert miterleben durfte, im Jahre 1999 die Geburt des ersten von insgesamt fünf Enkelkindern.

2008 machten sich ungefähr zeitgleich mit der Hofübergabe an seinen Sohn Anton die ersten Symptome seiner unheilbaren Lungenkrankheit bemerkbar. In einem Körper gefangen zu sein, der die gewohnten, aber auch gewollten Tätigkeiten, nach und nach immer weniger zuließ, muss für ihn nicht nur eine große körperliche, sondern auch psychische Belastung gewesen sein. Schwere Arbeiten wurden zwangsläufig durch leichtere ersetzt, Krankenhausaufenthalte wurden immer häufiger. Nehmen ließ er sich es trotzdem nicht, bis wenige Wochen vor seinem Tod morgens und abends im Stall mit dabei zu sein.

Obwohl sich eine gewisse schrittweise Verschlechterung seines Krankheitsbildes abgezeichnet hat, kam der Zeitpunkt seines Verscheidens trotzdem unerwartet schnell. Nach einem dreiwöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation im Rieder Krankenhaus kam er am Dienstag letzter Woche nach Hause, nach Haselbach, wo er am Freitag, dem 24. Februar 2017, um 16:30 Uhr im Kreise seiner Engsten dort Erlösung fand, wo er vor nicht ganz 71 Jahren das Licht der Welt erblickte.

Den Toni werden wir immer und überall vermissen, er wird uns fehlen. Seien es – das werden wohl die wenigsten wissen – die Melodien und Lieder, die er so oft vor sich hingesummt hat, die trockenen Scherze und sein eigener Humor, oder der nicht immer ganz so feine Ausdruck, für den er bekannt war. Ein herzensguter Mensch ist er gewesen, bis über beide Ohren hinaus stolz auf seine Kinder. Gewissenhaft, fürsorglich, hilfsbereit, erkenntlich – trotz der Schwierigkeiten, seine Gefühle in Worte zu fassen, wusste jeder, der ihn kannte, zu jeder Zeit, wie er etwas meint und was er damit sagen wollte. Die Beziehung zu seiner Loisi, das blinde Vertrauen, die ausgeprägte Verbundenheit und die zum Ende hin immer stärker werdende Dankbarkeit. Als er mit einen seiner letzten Worte „du bist de Beste“ sagte, meinte er mit Sicherheit nicht nur die 45 glücklichen Ehejahre, sondern insbesondere wohl auch die letzte gemeinsame Zeit. Die unübertreffliche Hingabe und die Unterstützung, mit der sie ihm entgegengekommen ist. Mit „du bist de Beste“, mit vier einfachen Worten, war alles gesagt, für das er sich bei seiner Loisi bedanken wollte.

Danke.

Danke Toni, für de schene, gemeinsame Zeit. 

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