Wir trauern um + Frau Katharina Fischer in Sumetsrad
Den Angehörigen gilt unsere herzliche Anteilnahme

Herr gib ihr die ewige ruhe, und das ewige licht leuchte ihr..
Lebenslauf von unserer Kathi
Kahtarina Fischer wurde am 26. November 1932, als erstes von fünf Kindern beim Fischer z´Diesenberg geboren. Ihre Eltern, Johann und Katharina Fischer führten zu dieser Zeit eine Landwirtschaft.
Wenn Kathi von ihrer Schulzeit in Rainbach erzählte, betonte sie immer wieder den etwas belastenden Schulweg aufgrund der damaligen Kriegssituation und den doch etwas hohen Anstieg nach Diesenberg. Im Winter fuhr sie gerne mit dem Schlitten nach unten zur Schule und am Heimweg kam es öfters mal vor, dass ihr Papa sie ein Stück des Nachhauseweges begleitete. Nach ihrer Schulzeit arbeitete die damals junge Kathi auf dem elterlichen Hof mit. Ob im Haus oder am Feld, bei den Kindern oder den Tieren, bei den Eltern oder ihrem Bruder – Kathi war in sämtlichen Bereichen eine große Unterstützung. Heute würde Katharina wahrscheinlich zu den wenigen zählen, die noch von der damaligen Arbeit mit Ochsen und Pferden am Feld berichten können. Damals wie heute hörte man Verwandte und Bekannte oft sagen: „D´Fischer Kathi kann ma immer fragen!“ und so kam es dazu, dass sie oft um ihre Unterstützung gebeten wurde.
1961 traf die ganze Familie ein schwerer Schicksalsschlag, bei dem Kathis Bruder Johann bei einem Motorrad Umfall verunglückte.
Wie sicher jeder von uns weiß, hat Katharina selbst keine Ehe geführt. Jedoch blieb sie bei ihrem jüngeren Bruder Josef und seiner Frau Rosa am Hof in Diesenberg.
Und auch, wenn Kathi selbst keine Kinder hatte, hatte sie doch immer welche um sich. Für uns war Kathi oft wie eine weitere Oma - ob Geschichten erzählen, Spiele spielen oder das ein oder andere Kekserl das wir von ihr bekommen haben - sie war immer für uns da.
Wenn Kathi mal nicht am Feld oder beim Kindersitten anzutreffen war, unternahm sie gerne Ausflüge oder Wahlfahrten, von denen sie jedes Mal für jedes Kind am Hof ein Souvenir mitbrachte. Bei Kathi wurden alle Kinder gleichbehandelt.
1988 musste sich Kathi von ihrer Mutter, mit der sie bis zum Schluss zusammenwohnte, verabschieden. Traurigerweise verstarb zwei Jahre später auch ihr jüngster Bruder Franz.
Solange es Kathi und ihrer Schwester Maria möglich war, pflegten sie den Kontakt mit gegenseitigen Besuchen. Sehr stolz war sie auch auf ihre beiden „Gonkinder“ Gerti und Margareta.
Kathi war gern unter Menschen und brachte diese mit einem passenden „Schmäh“ immer wieder zum Lachen. Da sie so gesellig war, traf sie sich oft mit ihren Nachbarinnen da Deamling, Jodlbäurin und Wallnerin, auf der „Sunbeng“ oder auch mal gern auf der Hollywoodschaukel.
Eine Aussage, die uns einfällt und wirklich gut zu Kathi passt:
„Silber im Haar – Gold im Herzen!“
Gepflegte Haare waren Kathi immer äußerst wichtig.
Da Katharina beinahe bis zu ihrem Lebensende mit Gesundheit gesegnet war, war es für sie eine Herausforderung, als sie mit 80 Jahren zum ersten Mal einen Knochenbruch hatte. Ihre Jubiläumsgeburtstagsfeier ließ sie deshalb nicht ausfallen. Auch ihren 90. Geburtstag genoss sie in einem familiären Rahmen.
Im September letzten Jahres musste sich Katharina von ihrem Bruder Josef verabschieden. Dieser Abschied prägte sie besonders, da die beiden seit ihrer Kindheit gemeinsam in einem Haus gelebt haben. Auch schreitete ihre anfänglich leichte Altersdemenz seit diesem Ereignis weiter fort. Selbst in dieser Lebensphase, wo die Pflege von Kathi intensiver wurde, kümmerte sich ihre Schwägerin Rosa pflichtbewusst um sie. Auch die tägliche Hauskrankenpflege war eine große Unterstützung.
Da Kathi der sonntägliche Kirchenbesuch immer sehr wichtig war, erhielt sie auch noch zu Hause vom Herrn Pfarrer Thaddäus Kret die Heilige Kommunion.
Eine letzte, prägende Veränderung war für Kathi der Umzug in das Alten- und Pflegeheim Esternberg im Juli dieses Jahres. Für das große Bemühen der Pflegekräfte um eine gute Eingewöhnung sind wir sehr dankbar.
Kurz nach ihrem Umzug ins Pflegeheim kam sie wegen eines Schlaganfalls für ein paar Tage ins Krankenhaus. Doch auch von diesem erholte sie sich von Tag zu Tag sehr gut.
So wie Kathi auch in ihrem Leben viel unter ihren Liebsten war, wurde sie auch an ihren letzten Tagen von ihnen begleitet.
Wenn wir an unsere Kathi denken, dann erinnern wir uns daran, dass sie trotz vielen Herausforderungen, die ihr das Leben stellte, nie gejammert oder über jemanden geschimpft hat.
Sie war eine ausgesprochen zufriedene, humorvolle, genügsame, fleißige, fürsorgliche und liebevolle Schwester, Schwägerin, Tante und Freundin.
- Einfach unsere Kathi!
Kathi, heute haben sich alle um dich versammelt, um DIR noch einmal DANKE zu sagen und sich an die schöne gemeinsame Zeit zurückzuerinnern.
Pfiat di Kathi! DANKE für alles.