+ Anna Penzinger
Den Angehörigen gilt unsere herzliche Anteilnahme

Herr gib ihr die ewige ruhe, und das ewige licht leuchte ihr....
Liebe Familie, liebe Trauergäste,
wir sind heute hier um von unserer lieben Mama, Oma, Uroma, Tante, Schwägerin und
Schwiegermama Anna oder „Nanti“ wie sie von Allen genannt wurde, Abschied zu nehmen.
Nanti wurde am 12. Dezember 1936 in Rainbach geboren.
Aufgewachsen ist sie mit ihren Eltern am Hof in Sumetsrad. Mit 14 Jahren kam Nanti auf
den Hof vom Feichtl z´Loa und hat gemeinsam mit ihrer Freundin Line gedirnt.
Nach der Hochzeit mit Johann am 21. November 1961 zogen sie gemeinsam zurück auf
den elterlichen Hof in Sumetsrad. Während ihrer Ehe bekamen sie 4 Kinder (Anna, Hansi,
Maria und Markus).
Die gemeinsame Zeit der Beiden ging durch den plötzlichen Tod von Opa Hans 1989 zu
Ende. Von da an stemmte Nanti den Hof mit sämtlichen Arbeiten alleine. Trotz dieser
Herausforderung verlor sie nie ihre positive Lebenseinstellung, was wohl auch der guten
Nachbarschaft und der Unterstützung ihrer Kinder zu verdanken war. Zeit für einen Kaffee,
einen Ratscher sowie für ihre Enkel hatte sie dennoch immer. Besonders in Erinnerung
geblieben sind uns der unerschöpfliche Vorrat an Schokobananen und die Jausenzeit mit
kalten Erdäpfel mit Butter und ungelierter Apfel-Hollamarmelade.
Am 7. Jänner 2025 musste Nanti aufgrund ihrer Krankheit ihr Zuhause gegen ein Zimmer im
Pflegeheim in Schärding tauschen.
Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, wird ihm nach und nach vieles genommen: die
Sicherheit im eigenen Leben… Erinnerungen beginnen zu verblassen… und für die
Angehörigen beginnt ein Abschied in kleinen Schritten.
Wir mussten miterleben, wie sich unsere Oma langsam veränderte und vertraute
Gespräche immer seltener wurden. Doch was keine Krankheit je nehmen konnte, war die
Liebe und die tiefe Verbundenheit, die uns bis zuletzt mit ihr verbunden haben.
Lasst uns Trost darin finden, dass ihr Leiden nun ein Ende hat und sie in Frieden
einschlafen durfte.
Wir blicken heute nicht nur mit Trauer zurück, sondern vor allem mit Dankbarkeit auf die
gemeinsame Zeit. Wir bewahren all das Schöne in unseren Herzen: ihr Lachen, die vielen
schönen Gespräche und die Spuren, die Oma in unserem Leben hinterlassen hat.
In der Hoffnung, dass Wege, die sich hier trennen, sich eines Tages wieder kreuzen, sagen
wir heute nicht für immer Lebewohl, sondern: Auf Wiedersehen.
Mögen Engel dich auf deiner letzten Reise begleiten. Ruhe in Frieden