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Pfarrgemeinde Rainbach im Innkreis
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Sa. 27.06.26

+ Alois Hager

* 24.04.1936 + 27.06.2026

Parte

Lebenslauf 

 

Den Angehörigen gilt unsere herzliche Anteilnahme

 

 

Herr gib ihm die ewige ruhe, und das ewige licht leuchte ihm....

 

LEBENSLAUF ALOIS HAGER SEN. (Papa, Opa und Uropa)

Lieber Opa, wir wollen nun nochmal ein bisschen in Deinem Lebensbuch blättern.

Vieles davon wusste ich selbst von Dir noch nicht und war erstaunt, wie vielfältig und abwechslungsreich Deine Zeit hier war.

Aber beginnen wir mal von ganz von vorne.

Alois wurde am 24.04.1936 (wahrscheinlich um Ostern) in Sinzing am Hansbauerngut (‚Honsbau‘) als zweites von drei Kindern (alles Buben) geboren. Er ging von 1942 bis 1950 in die Volksschule Rainbach. Von 1950 bis 1954 arbeitete er als junger Erwachsener am Bauernhof seiner Eltern. Von 1954 bis 1958 arbeitete er als kleiner und junger Pferdeknecht am Bauernhof "Ortenholzer" (‚Oinhoiza‘), Familie Höller. Dort stieg er innerhalb kurzer Zeit aufgrund der Technisierung zum großen Traktorknecht auf. Das war damals ganz was Besonderes! Von 1958 bis 1959 arbeitete er ein Jahr bei der Firma Weyland, Schärding.

Ja, und in der Zwischenzeit musste er die liebe Anna kennengelernt haben.

Denn am 22.05.1961 heiratete er seine Anna Firlinger aus Hingsham und übersiedelte von Sinzing nach Hingsham. Zum Elternhaus von Anna. Die beiden waren sehr glücklich und bekamen fünf Kinder.

Am 18.05.1962 konnte er einen lang ersehnten Wunsch erfolgreich ablegen, die Jagdprüfung. Die Jagd war ihm sehr wichtig und er durfte dieses Hobby bis zum Schluss mit viel Freude ausüben.

Eigentlich wollte er auch Förster werden, aber leider ging das aus bestimmten Gründen nicht. Aber dafür hatte er die Jagd und die vielen schönen Momente in seinem geliebten Wald.

Einmal meinte er sogar: „I geh ned so oft ad Kircha, i geh an Woid!“.

Nach der Zeit beim Weyland, von 1959 bis 1963 arbeitete er ungefähr 4 Jahre beim Transportunternehmen Weinhäupl in Suben. Danach war er von 1963 bis 1967, wieder cirka 4 Jahre, in der Firma Schwarzmüller beschäftigt. Von 1967 bis 1975 trat er in den Dienst der damaligen Colonia Versicherung ein und war dabei sehr erfolgreich.

Ab 1975 wechselte er zur heutigen Oberösterreichischen Versicherung AG und war dort fast 20 Jahre erfolgreich, bis zum Jahr 1992, tätig.

Der Alois war ein Familienmensch und aufgrund der fünf Kinder war der Platz zu Hause immer wieder zu wenig. Es wurde von 1962 bis in die 1980iger Jahre immer wieder gebaut und gebaut. Im Jahr 1972 wurde neben der Kleinlandwirtschaft in Hingsham auch der gewerbliche Schülertransport begonnen. Damit waren Anna und Alois sehr beschäftigt und mussten stetig für die Familie, das Versicherungsgeschäft, die Landwirtschaft und die Schülertransporte sorgen. Aus dem Plan Garagen für das Schulbusgewerbe zu bauen, entstand schließlich ein größeres, zweites Wohnhaus für die ganze Familie. Die Hobbys kamen dabei oft zu kurz. Trotzdem konnten er und Anna schöne Reisen, vor allem in die Berge Tirols, unternehmen.

Er war auch 25 Jahre bei der Musikkapelle Rainbach (von 1950 bis 1975) und spielte gerne Klarinette. Er lernte sehr früh auch das Instrument Zither und spielte damit bei vielen gesellschaftlichen Anlässen.

Leider hatte er am 03.01.1992 einen schweren Gehirnschlag von dem er sich als Kämpfer großteils erholen konnte. Die gesundheitlichen Probleme waren jedoch ausschlaggebend, dass er in demselben Jahr in Pension gehen musste.

Dann entdeckte er die Liebe zum Zitherspielen erneut, was ihm gesundheitlich sehr half. Außerdem begann er in dieser Zeit intensiv mit der Imkerei, was für uns Enkelkinder ganz besonders war. Denn, wenn es wieder soweit war – zum Abdecken der Bienenwaben – waren wir Kids auch gerne dabei, vor allem beim Schlecken!

Zu der Zeit war auch der Start zu den vielen Jagdreisen ins Ausland (Europa, Alaska, Südafrika, Namibia, Grönland, Tadschikistan, …) bei denen auch seine Anna einige Male dabei war und ihnen diese Zeit besonders in Erinnerung blieb.

5 Jagdhunde waren in den Jahren auch seine treuen Jagdbegleiter.

Seine Augen glitzerten immer voller Freude und Stolz, wenn man ihm „Weidmann’s Heil“ grüßte für seine Erfolge.

Als nach und nach die 14 Enkelkinder auf die Welt kamen, war er sehr glücklich und freute sich über jedes Familientreffen. Er war stets ein Familienmensch, liebte die Natur und auch die Berge.

Ich erinnere mich auch noch gut, dass er immer eifrig vor Ort war, wenn man Hilfe z.B. beim Messer schleifen benötigte. „Da geh’n ma glei obe ad Garage.“, sagte er unmittelbar.

Er genoss auch das Holzarbeiten zu Hause immer sehr. Auf einen harten, lustigen Arbeitstag folgte am Abend die wohlverdiente und leckere Jause mit ein paar ‚Hoiwe‘ und guten Gesprächen mit viel Lachen.

Bedauerlicherweise kamen vor 4 Jahren die körperlichen Beschwerden vom Gehirnschlag wieder zurück und er musste auch tapfer zusätzliche gesundheitliche Probleme meistern. Nach und nach wurde er schwächer und schließlich schlief er am 27.06.2026 um 22:29 Uhr im LKH Schärding friedlich und zufrieden ein.

Lieber Papa, lieber Opa und lieber Uropa wir danken Dir für ALLES was Du für uns getan hast und wünschen Dir in Deinem neuen Leben alles Gute!

Wir haben Dich in unseren schönen Erinnerungen der gemeinsamen Zeit und natürlich in unseren Herzen!

Hab’s gut, dort wo Du dann bist und lebe wohl!

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