Aktion Familienfasttag 2014
Die Kath. Frauenbewegung gestaltet beide Gottesdienste. Die Spendengelder die bei der zweiten Tafelsammlung gespendet werden, kommen den Frauen und ihren Familien in den Ländern des Südens zu gute.
Auch heuer ist der Schwerpunkt: „ Faire Arbeitsbedingungen für alle.“
12-Stunden-Schichten,kein Wochenende, nie Urlaub, ständige Überwachung, Gewalt und Demütigungen, unzureichender Arbeitsschutz und notdürftige medizinische Versorgung. Das ist die Realität vieler junger Arbeiterinnen in südindischen Baumwollspinnereien.
Diese Lohnsklaverei ist wohl die schlimmste Folge der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung: Ein Großteil der Konzerne und Zulieferbetriebe lassen in sogenannten „Billiglohnländern“ produzieren.
Niedrige Löhne und kaum Einschränkungen durch Arbeitsrechte und Umweltauflagen steigern den Profit und wir Konsumenten freuen uns über niedrige Preise.
Die Kehrseite: Die Menschen in diesen Ländern haben zwar Arbeit, können davon aber kaum die Familie ernähren. Aus Angst den Job zu verlieren erdulden sie unmenschliche Arbeitsbedingungen. Betroffen sind vor allem Frauen.
Die KFBÖ nimmt ihre Verantwortung für benachteiligte Frauen in den Ländern des globalen Südens wahr.
Unser Ziel: Bewusstsein für die schlimmen Produktionsbedingungen in Asien, Lateinamerika und Afrika zu schärfen.
Mit unserer Unterstützung sollen den Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dagegen aktiv zu werden. Neben der finanziellen Unterstützung der KFB-Partnerorganisation Vaan Muhil in Süd-Indien, wo betroffene Mädchen Hilfestellung in Menschenrechtsfragen erhalten, soll auch eine Unterschriftenkampagne für die Abschaffung der Lohnsklaverei in südindischen Baumwollspinnereien in die Wege geleitet werden.
Das Ziel ist: Lohnsklaverei muss in Indien verboten werden!
Bis dahin ist wohl noch ein harter Weg und viel gesellschaftliches Umdenken im Land selbst!
"Teilen macht stark" und stillt den Hunger nach Gerechtigkeit!
Spenden sind steuerlich absetzbar!
Bitte wenden Sie sich an die KFB-Teamkontaktfrau Elisabeth Leitner.
Gedanken zum Plakat der Aktion Familienfasttag 2014:
Rohini und Chermakani – zwei junge, indische Frauen auf einem Motorrad.
Die beiden trauen sich was!
Entschlossen lenkt Rohini das Motorrad. Wohin führt ihr Weg? In eine bessere Zukunft?
Chermakani blickt mich an. Ihr Gesicht erzählt die Geschichte eines Mädchens, das in der indischen Textilindustrie ausgebeutet wurde:
12 Stunden Arbeit am Tag, keine medizinische Versorgung, schlechtes Essen und immer wieder die Angst vor sexuellen Übergriffen der Aufseher. Nach Protesten wurde die Textilfabrik geschlossen. Kopfschmerzen und Atemprobleme erinnern Rohini täglich an die qualvolle Zeit.
Chermakani lächelt. Der Luftballon in ihrer Hand, er steht für Hoffnung und Neubeginn. Es erfordert Mut, gegen die Situation in Baumwollspinnereien aufzutreten. Selbstvertrauen geben ihr die Gruppentreffen bei Vaan Muhil, der kfb-Partnerorganisation, die gegen das Unrecht in der indischen Textilindustrie mobil macht. Dort erhalten die beiden Frauen eine neue Lebensperspektive.
Rohini und Chermakani nehmen ihr Leben in die Hand. Sie möchten andere junge Frauen vor einem ähnlichen Schicksal bewahren. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass Frauen wie Chermakani und Rohini angstfrei und selbstbestimmt arbeiten und ihr Leben gestalten können.