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Geschichten zu den Adventsonntagen

24. Dezember 2012
Wurzel...

In der Pfarrkirche Putzleinsdorf wurde an jedem der vier Adventsonntage eine Geschichte für Kinder vorgelesen...

Zugleich wurde eine Wurzel, die vorne beim Altar ihren Platz fand, gestaltet - jeden Sonntag ein bisschen mehr.

 

Die Kinder bekamen jeden Sonntag andere Dinge mit nach Hause, so dass sie sich zu Hause auch so eine Wurzel schmücken konnten.


Hier finden sich die Geschichten zum Nachlesen

1.Adventsonntag: Begegnung mit der Adventszeit

Die kleine Marie zog ihre Jacke tiefer ins Gesicht. Es war kalt geworden, der Himmel streute dicke Schneeflocken über die schlafenden Felder. Schnell ging Marie den schmalen Weg, der von der Straße hinauf durch den Wald zu den Bahngleisen führte.

Die Füße in den dünnen Lederstiefeln schmerzten, die kalten Finger erwärmten sich nur langsam in der Jackentasche. Sie ging schnell durch die Winterlandschaft.

 

„Schon einen Adventskalender zu Hause?“ hörte Marie plötzlich eine wohltuende Stimme aus der Dunkelheit. Etwas erschrocken blieb sie stehen und sah sich um.
Unter der alten Straßenlaterne hockte ein sehr alter Mann im Schnee. In seinem wirren struppigen Bart hatten sich Schneekristalle eingenistet. Um den Hals hatte er einen handgestrickten bunten Schal gebunden. Auf seinem Gesicht trug er ein Lächeln, das Hoffnung und Zufriedenheit ausstrahlte. Um ihn herum waren Gegenstände ausgebreitet, die Marie aus der Entfernung nicht erkennen konnte.


Sie trat einige Schritte näher und sah, dass es Adventkalender waren.
Sie sahen aus wie kleine Häuschen, liebevoll aus Holz gearbeitet, mit 24 winzigen Fenstern. Die Fensterläden trugen Gold eingelegte Ziffern. Aus einem Rauchfang zog zarter Rauch empor. Jedes einzelne Häuschen war ein kleines Kunstwerk und so fand Marie, wunderschön.

 

Der Mann hielt Marie eines der Häuschen hin und meinte: „Sieh es dir nur ruhig an, öffne einfach ein Fenster nach dem anderen und du wirst überrascht sein.“
Marie war nun ganz neugierig geworden.
„Was kostet so ein Adventkalender?“ fragt sie.
„Die Kalender sind nicht zu verkaufen, aber wenn sie dir gefallen, dann schenke ich dir einen.“


Sie entschied sich für ein rotes Häuschen mit blauen Fensterläden. Sie war gespannt, was wohl dahinter verborgen sein könnte.
„Um hineinzugehen, musst du schon die Türen öffnen“, sagte der alte Mann.
Marie öffnete vorsichtig die erste Türe. Sie hörte ein Glockenspiel und stand auf einmal mitten in dem Adventskalenderhäuschen.


Marie war zu überrascht und brachte kein Wort heraus.

„Darf ich dich ein wenig herumführen und dich auf ein Glas Kinderpunsch einladen?“ fragte der alte Mann verschmitzt.
„Ja gerne, ich bin sehr durchgefroren.“


Er nahm Marie bei der Hand und führte sie in ein gemütliches Wohnzimmer. Ein offener Kamin in der Zimmerecke strömte wohlige Wärme aus.
„Komm setz dich Marie“, sagte der alte Mann und stellte ein großes Glas Kinderpunsch vor Marie auf den Tisch. Marie fühlte sich wohl, der Punsch erwärmte ihre Seele und ihren Körper.
Sie trank einen großen Schluck: „Wer bist du eigentlich, ich habe dich hier noch nie gesehen.“


„Ich bin die Adventzeit“, antwortet dieser, „und ich bin gekommen, um die Menschen wieder erfahren zu lassen, dass die Adventzeit eine Zeit der Einkehr und der Stille, aber auch der Vorfreude und Erwartung ist. Die Menschen sollten diese Zeit nützen, um über das Leben nachzudenken und sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Die Menschen müssen wieder lernen, die Zeit im Advent nicht unnütz vorübergehen zu lassen und darüber nachzudenken, sie alle gemeinsam für die Welt Verantwortung tragen“.

 

Still und aufmerksam lauschte Marie den Worten des alten Mannes. Wie Recht er doch hatte. Sie wünschte sich, dass alle Menschen die Worte des alten Mannes erfahren könnten.
„Warum hast du gerade mich gefragt, ob ich deinen Adventskalender sehen möchte?“
Der alte Mann schmunzelte. 

„Weil ich weiß, dass meine Worte bei dir nicht ungehört bleiben, sondern weil du mir ganz bestimmt helfen wirst, meine Worte zu den Menschen zu tragen!“


„Da kannst du dich auf mich verlassen, sagte Marie ganz schnell, „ich werde dir sicher helfen“.

Es hatte aufgehört zu schneien. Die kleinen Fenster am Adventkalender waren geschlossen, es zog kein Rauch mehr durch den Rauchfang.


Für Marie war es Zeit nach Hause zu gehen. Sie nahm die Worte des alten Mannes in ihrem Herzen mit sich und spürte, dass diese Adventzeit eine ganz wundervolle sein wird.

 

2. Adventsonntag: Wie die Christrose entstand

 

Es war Nacht, die Hirten auf dem Felde sahen ein Licht, das heller leuchtete als sie jemals ein Licht leuchten sahen. Die Hirten sprachen zueinander: "Kommt, lasset uns dort zum Licht gehen und sehen, was da geschehen ist." Sie wollten aber nicht ohne Geschenke gehen.

 

Jeder Hirte nahm ein Geschenk mit: Butter und Honig, einen Krug Milch, Wolle vom Schaf und ein warmes Lammfell. Und sie machten sich eilends auf. Und sie gingen nach Bethlehem dort war Jesus geboren.

 

Nur ein Hirtenknabe hatte gar nichts zum Schenken. Er suchte auf der Winterflur nach einem Blume. Er fand keins. Es war zu kalt.

 

Da weinte er, und die Tränen fielen auf die harte Erde. Sogleich sprossen aus den Tränen Blumen hervor, die trugen Blüten wie Rosen. Fünf Blütenblätter, zart und weiß, standen zum Kelch zusammen, daraus ein Kranz von goldenen Staubgefäßen gleich einer Krone hervor­leuchtete.

 

Voll Freude pflückte der Knabe die Blumen und brachte sie dem göttlichen Kind in der Krippe. Seit der Zeit blüht die Blume jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf, und die Menschen nennen sie Christrose.

 

3. Advent-Sonntag: Die Tiere unterhielten sich einmal über Weihnachten...

 

Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei.

"Na klar, Gänsebraten", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?"

"Schnee", sagte der Eisbär. "Viel Schnee." Und er schwärmte verzückt von der weißen Weihnacht.

Das Reh sagte "Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern."

"Aber nicht so viele Kerzen", heulte die Eule. "Schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache."

"Aber mein neues Kleid muss man sehen", sagte der Pfau. "Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten."

"Und Schmuck!" krächzte die Elster. "Jede Weihnachten bekomme ich was: einen Ring, ein Armband. Oder eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten."

"Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen", brummte der Bär, "das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten."

"Mach's wie ich:" sagte der Dachs, "schlafen, schlafen, schlafen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: Mal richtig ausschlafen."
"Und saufen", ergänzte der Ochse. "Mal richtig einen trinken - und dann ausschlafen." Aber da schrie er „aua", denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt.

„Du Ochse du, denkst du denn nicht an das Kind?"
Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte „Das Kind. Jaja, das Kind - das ist doch die Hauptsache. Übrigens", fragte der Ochse dann den Esel, „wissen das eigentlich die Menschen?"

(Autor unbekannt)

 

4. Adventsonntag Sonntag: Ein kleiner Baumwollfaden

 

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten." So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid. 

 

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. "Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein" jammert es "und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?"


Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe.

Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wunderschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"


Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."


Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

(Verfasser noch unbekannt)

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