Maria Lichtmess
Um das Fest „Maria Lichtmess“ ranken sich viele alte und neue Bräuche.
An diesem Tag werden die „Reinigung Mariens“ sowie die „Darstellung des Herrn“ gefeiert. Der Inhalt des Festes kommt vom jüdischen Brauch, ein neugeborenes Kind 40 Tage nach der Geburt in den Tempel zu bringen und die kultische Reinheit der Mutter wieder herzustellen.
Zu „Maria Lichtmess“ finden in den Pfarren Kerzenweihen und Lichterprozessionen statt. Durch die Prozession und Kerzenweihe wird die weihnachtliche Lichtsymbolik noch einmal betont. Die geweihten Kerzen wurden und werden auch als Segen für das Haus und die Familie mit nach Hause genommen.
„Mariä Lichtmess“ ist der 40. Tag nach Weihnachten. Dieser Tag bildet somit den Abschluss der Weihnachtszeit. Die Christbäume wurden früher -und auch heute noch mancherorts- an diesem Tag abgeräumt.
Lichtmess ist auch der Beginn des sogenannten „Bauernjahres“, an dem die Arbeit wieder aufgenommen wird. An diesem Tag endete das Dienstbotenjahr. Die Mägde und Knechte („Gesinde“) bekamen den Rest ihres Jahreslohnes ausbezahlt und konnten sich eine neue Dienststelle suchen oder ihren Arbeitsvertrag beim alten Dienstherrn üblicherweise per Handschlag um ein weiteres Jahr verlängern.
(Quelle: www.dioezese-linz.at)