Wir setzen Zeichen
Folgende Tagesrouten sind vorgesehen:
Montag 27.12.2010 Wulln, Wögersdorf, Kramsreith, Daglesbach, Berg
Dienstag 28.12.2010 Männersdorf, Moos
Dienstag 28.12.2010 Krien, Vernatzgersdorf
Mittwoch 29.12.2010 Kronewittet, Höhenweg, Egnersdorf
Freitag 31.12.2010 Pernersdorf, Glotzing
Freitag 31.12.2010 Holzreith, Streinesberg, Neundling, Kaindlsdorf, Sonnenweg, Lindenweg, Josef-Hofer-Weg, Schlustraße
Montag 03.01.2011 Markt 1
Montag 03.01.2011 Markt 2, Spitalstraße, Färberstraße
Ein sehr erfreuliches Ereignis für eine Gruppe der Sternsinger wird der Besuch beim Bundespräsidenten diese Woche am Donnerstag in Wien sein.
Simone Kehrer, Johanna Kehrer, Valentin Lindorfer und Jakob Peer werden mit ihren Begleitern Stefan Falkinger und Martina Lindorfer am Donnerstag früh ihre Reise nach Wien antreten.
Wir wünschen ihnen viel Glück, damit sie OÖ in Wien gut vertreten.
"Wir setzen Zeichen" ist das neue Motto der Sternsingeraktion.
Das 20-C+M+B-11 ist ein starkes Zeichen für den Segen und für eine gerechte Welt: Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar unterstützt jährlich rund 500 engagierte Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika.
Mit den Spenden an die Sternsinger/innen werden Bauernfamilien im Westen Guatemalas unterstützt. Guatemala ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Über 50 % der Einwohner/innen leben unter der Armutsgrenze, vor allem die indigene Bevölkerung wird stark diskriminiert.
In Guatemala ist das fruchtbare Land extrem ungerecht verteilt: 1,5 % der Bevölkerung bewirtschaften zwei Drittel der Ackerflächen als riesige Plantagen. Den vielen Kleinbäuerinnen und -bauern bleibt zu wenig zum Leben. Unterernährung, Mangelerkrankungen und fehlende Schulbildung sind die drastischen Folgen.
Um ihr Überleben zu sichern, arbeiten viele als Tagelöhner/innen auf den großen Kaffee- oder Zuckerrohr-Plantagen. Dort herrschen Ausbeutung und Missachtung der Arbeitsrechte. Die offizielle Politik orientiert sich am ausbeuterisch-kapitalistischen System und fühlt sich nicht verantwortlich für die ländliche Entwicklung.
Aus der Not heraus machten sich in der Diözese Los Altos landlose Familien mit Unterstützung von SCIDECO, der Partnerorganisation der Dreikönigsaktion, auf die Suche nach Alternativen. Sie wählten die brachliegende Finca La Florida aus, siedelten sich auf dem Gelände an und bestellten die verlassenen Felder.
Noch steht der Erfolg der Finca La Florida aber auf wackeligen Beinen, denn die Großgrundbesitzer/innen missgönnen der Kooperative den Erfolg und die gesamte Infrastruktur ist baufällig. Für Investitionen reichen die Erlöse noch nicht. Mit viel Arbeitseinsatz und Unterstützung wird nachhaltige Entwicklung aber möglich.
Oberstes Ziel ist die Eigenversorgung durch verbesserte Anbaumethoden und nachhaltige Viehzucht. Mit Mais, Bohnen, Soja und verschiedenen Obstsorten können sich die Familien ernähren. Sauberes Trinkwasser ist eine wichtige Voraussetzung, um Krankheiten zu vermeiden.
Auf Gemeinschaftsfeldern wird an der Kultivierung von Cashewnüssen, Bananen und Bio-Kaffee gearbeitet. Eine eigene Projektgruppe kümmert sich um die Weiterverarbeitung von Rohkaffee und um die Vermarktung. Mit dem Erlös sollen in Zukunft dringend nötige Vorhaben der Dorfgemeinschaft finanziert werden.
Um der Armutsspirale zu entkommen, kommt Schulen und Ausbildung entscheidende Bedeutung zu. Dahinter steht eine christliche Vision von einer humanen Welt mit geschwisterlichen Beziehungen unter den Menschen und im sorgsamen Umgang mit der natürlichen Umwelt.
Die Finca La Florida kann zu einem leuchtenden Beispiel mit Vorbildwirkung für andere werden. Die Nutzung von eigenem Land hat gezeigt, wie sich nachhaltige Landwirtschaft und Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft miteinander verbinden lassen. So wird Lebenssicherung für alle Beteiligten gewährleistet.
Die Menschen in den Dörfern nutzen die Chance, ihre Lebenssituation zu verbessern - darin zeigt sich der wahre Erfolg des Projektes. Besonders wichtig ist es auch, bei den Leuten das Bewusstsein für ihre Rechte als Bürger/innen zu schaffen, um schrittweise die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verändern.
Nähere Informationen zur Sternsingeraktion 2011