Wallfahrt des Seniorenbundes 2018
Es ist kalt geworden, gerade mal 2 Grad heute früh, und der erste Raureif liegt auf den Dächern.
Der klare Morgen ist allerdings Vorbote eines wohl sonnigen Herbsttages.
Wir starten unsere Fahrt und auf Höhe des Mondsees beginnt Pfarrer Markus den Rosenkranz zu beten. Ein schöner Einstieg entlang der beeindruckenden Kulisse des Sees und seiner Berge.
Eine innerliche Vorfreude macht sich in mir breit und ich stimme ein in den Kanon des Gebets.
Bald werden die Gedanken leiser und der Geist wird ruhig.
Ein Gebet ist eine zeitliche Insel der Ruhe, habe ich einmal gelesen. - Stimmt.
Am Ende des Rosenkranzes sind wir nicht mehr weit von unserem Hauptziel des Tages entfernt, der Dreifaltigkeitskirche von Stadl Paura.
Schön thront sie dort oben auf ihrem Hügel oberhalb der Traun. - Dreifaltigkeit
Drei Türme, drei Eingangstore, drei Altäre, drei Orgeln, jeweils drei Fenster für die Belichtung der Altarbilder, dreifärbige Bodenfliesen, .......... und in der Mitte ein geschlossener Kreis als Kircheninnenraum.
Schauen, staunen, bewundern – einfach einzigartig.
Und in diesem Ambiente eine Messe.
Unser Herr Pfarrer versucht uns in seiner Predigt dem schwierigen Thema der Dreieinigkeit näherzuführen und Pfarrapraktikant Franziskus untermalt die Feier stimmungsvoll mit seiner schönen Stimme.
Obfrau Schmiedlechner Frieda findet in ihren Schlussworten sehr nachdenkliche und tiefsinnige Worte zum Kreuzzeichen - auch ein Symbol der Dreifaltigkeit.
Rundum ruhig, zufrieden und ein bisschen nachdenklich, aber voll Freude verlassen wir die Kirche.
Nach dem Mittagessen besichtigen wir das Museum der Traunschiffer. Ganz neue und wirklich tiefe Eindrücke über das Leben und die Arbeit dieser Männer eröffnen sich uns.
Das in den Stadln gelagerte Salz wurde täglich mit über 20 Schiffen nach Linz transportiert. Von dort hatten die Schiffer dann auch täglich ihren Heimmarsch von 42 km vor sich. Heute kaum vorstellbar - oder?
Bei der Heimfahrt bietet uns Franziskus ganz spontan ein schönes Erlebnis: Wir besuchen sein Elternhaus und seine Familie und werden ganz herzlich aufgenommen und bewirtet. 47 Gäste einfach so auf die Schnelle?
Einmalig – vielen Dank, Franziskus.
Letzter Stopp unseres Tages ist die Einkehr im Gasthaus Kaiserlinde/Stranzinger in Polling.
Wir werden von der 100- jährigen Wirtin und ihrer Tochter persönlich begrüßt und bestens bekocht und bedient.
Ein besonders schöner und eindrucksvoller Sonnenuntergang auf der Fahrt nach Hause beschließt diesen wunderschönen Tag.
Danke an Frieda, Heini und allen, die diesen ermöglicht haben.
Text und Bilder: Walter Keil