Weihnachtsmessen 2016
Genau genommen sind es vier Schlüssel, die ich euch heute als Weihnachtswunsch gleichsam unter den Christbaum legen möchte, und die uns helfen können, Gott in uns einzulassen, damit er in uns und wir durch ihn Mensch werden können, so wie er uns gemeint hat.
Da ist zunächst einmal der erste Schlüssel, er ist der Schlüssel für die Hintertür, denn Gott kommt, wo und wann wir es nicht vermuten und er kommt in denen, die sich nicht ans große Tor trauen.
Der zweite Schlüssel sperrt die Tür nach innen – denn darin, inwendiger als unser Innerstes wohnt Gott. ER wird leise Mensch, nicht triumphalistisch, sondern in unseren tiefsten, verborgensten Räumen unserer Seele, unserer Herzen.
Der dritte Schlüssel sperrt die Verbindungstür, die zutapezierte, ja zugemauerte nach nebenan, denn im Allernächsten, der nicht selten der Allerfernste ist, klopft Gott bei uns an. Im Nachbarn, im Menschen, über den ich mich vielleicht ärgere, im Kranken und Einsamen, im „Sozialfall“ und Heimatlosen tritt uns Gott gegenüber!
Und schließlich der vierte Schlüssel: Er ist der Schlüssel für die Haustür, für das Portal. Damals hat man Jesus, Josef und Maria dort abgewiesen.
Wir wollen uns nicht genieren, ihn öffentlich einzulassen in unser Leben, in unsere Welt. Damit es nicht von dir und mir heißen möge: „An die Tür klopft der Herr dir ohne Ruh. Du schläfst und lässt zu!“
Aus der Weihnachts-Predigt unseres
Pfarrers Mag. Markus Menner
Die ganze Predigt gibt es hier als Download zum Nachlesen.