Kindersegnung am Vatertag 2016
Dann geht es Ihnen vielleicht wie dem Vater mit seinem Kind und dem Esel:
Ein Vater zog mit seinem Kind und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen. Das Kind führte und der Vater saß auf dem Esel.
"Das arme kleine Kind", sagte ein vorbeigehender Mann "Seine kurzen Beine versuchen, mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten Wie kann man nur so faul auf dem Esel sitzen, wenn man sieht, dass das Kind sich müde läuft?"
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ sein Kind aufsitzen.
Es dauerte nicht lange, da erhob schonwieder ein Vorübergehender seine Stimme: "So eine Unverschämtheit! Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft."
Dies tat nun dem Kindchen leid und es bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
"Ja, gibt es sowas? ", sagte eine alte Frau. "So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!"
Vater und Kind sahen sich an, stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her.
Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: "Wie kann man bloß so dumm sein? Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann? "
Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Kindes.
"Egal, was wir machen", sage er, "es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!"
Das Kind nicke zustimmend.
(Frei erzählt nach der Geschichte ,,Der Kaufinann und der Papagei" von Nossrat Peseschkian.)