Pfarrwallfahrt 2016
Reisebericht zur Pfarrwallfahrt Ostermiething
vom 25. – 28. April 2016
(Mit einem Mausklick hier auch zum Herunterladen)
Tag 1 Montag 25. April
Diese Wallfahrt wird vermutlich als „die Kälteste“ in die Geschichte unserer Pfarrgemeinde eingehen. Wir starteten nämlich bei 5°C Außentemperatur in Ostermiething und überschritten innerhalb der nächsten 3 Tage die 4°C Marke nicht mehr. Selbst die bayrischen Löwen an der Raststätte Irschenberg verschanzten sich, wie im Bild ersichtlich, unter einer dicken Schneedecke. Trotz Schneegestöbers erreichten wir mit dem „Innviertler Kirchenbus“ (Ernstinger Stammtischgeschichte) gut gelaunt die romanische BASILIKA St. MICHAEL in Altenstadt. Leider traf erst nach Besichtigungsende der „Orts-Altpfarrer“ ein und gab in humorvoller Weise einige „Gschichtln“, auch aus seiner Salzburger Studienzeit zum Besten, wo er nicht nur Theologie, sondern auch, wie er es bezeichnete, „das Leben“ lernte. Unser Hauptreiseziel war allerdings die BASILIKA WEINGARTEN, bekannt durch die Heilig-Blut-Reliquie. Bei einer sehr informativen Führung durften wir dieses Juwel auch im Detail kennen lernen.
Tag 2 Dienstag 26. April
Wie vor jedem Tagesziel wurden wir auch über unseren nächsten Stop, in diesem Fall dem BENEKDIKTINERKLOSTER BEURON, von Prof. Bachler ausführlichst in Kenntnis gesetzt. In der wunderbaren Seitenkapelle dieses Klosters fand die erste, sehr bewegende Messe auf unserem heurigen „Pilgerweg“ statt. In einer äußerst interessanten Führung durch den Abt des Hauses, ein Studienkollege von Markus aus der Salzburger Zeit, erhielten wir neben der Entwicklung des Klostergeschehens, u.a. auch gezielte Einblicke in die Aussagekraft der äußerst beeindruckenden Deckengemälde. Im Anschluss, Einfall in ein unscheinbares Gasthaus, in dem wir, obwohl unangemeldet (43 Personen) von einer rumänisch stämmigen Familie innerhalb von 90 Minuten à la Carte hervorragend „abgespeist“ wurden. Entlang der jungen Donau erreichten wir die Stadt Sigmaringen, in der das Schloss aus dem Geschlecht der Hohenzoller auf dem höchsten Punkt der Stadt thront. Wegen Schlechtwetter flüchteten die meisten von uns in die unterschiedlichsten Kaffeehäuser.
Tag 3 Mittwoch 27. April
Aufbruch bei 2°C zum KLOSTER und SCHLOSS SALEM, einem Kulturdenkmal des Landes Baden-Württemberg. Plötzlich öffnete sich der Himmel und die Sonne begleitete uns während der Führung durch Schloss, Kirche und Internatsgebäude, die von Frau Susanne in einer nicht zu überbietenden Prägnanz und Witzigkeit durchgeführt wurde. Nächster Programmpunkt: BASILIKA BIRNAU, auch der Himmel auf Erden genannt. Erst beim Eintreten in den Kirchenraum kommt man vom Staunen nicht mehr heraus und man begreift, warum hier dieser Begriff „Himmel auf Erden“ gewählt wurde. Mit letztem Blick auf den Bodensee, Weiterfahrt nach MEERSBURG, wo der April wieder einmal voll seine Wetterlaune hervorkramte und nur durch Zuflucht in eines der wunderschönen Gastronomiebetriebe konnte eine äußere Durchnässung verhindert werden. Letzter Programmpunkt des Tages: FAMILIE BENTELE in Tannau. Es empfing uns ein stämmiger, uriger Endfünfziger, der Seniorchef des Anwesens. Stier - Schweinezüchter, Gasthausbesitzer, Hopfenbauer, Brauereibetreiber, stellte sich kurz vor: ich bin da Baua. In seinem lokalen Dialekt klärte er uns wortreich auf über: Hopfenzucht, Hopfenhandel, Bierbrauen, Schnapsbrennen, Viehhaltung und Wirthausbetrieb. Sein Herzblut allerdings steckte in seinem letzten Bauwerk seiner Schaffensperiode, wie er es selbst nannte, der Errichtung seiner wirklich gelungenen Traumkapelle.
Tag 4 Donnerstag 28. April
Mit einem Dankesgottesdienst in der WALLFAHRTSKIRCHE WEINGARTEN starteten wir in die letzte Etappe unserer 4-tägigen Pfarrwallfahrt. Das Ziel: KLOSTER ANDECHS am Ammersee. Nach Erklimmen des hl. Berges und einer kleinen Verwirrung bez. Platzreservierung, genossen wir nicht nur die Ergebnisse der Klosterküche, sondern noch viel mehr das Ergebnis der Klosterbrauerei. Wiederum war es ein Studienkollege von Markus, nämlich Pater Valentin, dem wir auch eine Spezialführung durch das barocke Juwel zu verdanken hatten. Selbst ein Blick in die mehrfach gesicherte Schatzkammer wurde uns gewährt.
Während der Durchfahrt von Penzberg übernahm kurz unsere Eva Lobentanz die Reiseleitung und stellte kurz das Unternehmen Roche mit ca. 7000 Beschäftigten vor, in dem auch sie seit 20 Jahren tätig ist. Bei einer Außentemperatur erstmals > 10°C, einem herrlichen Blick auf den Chiemsee und einer Kilometerleistung von 1036, erreichten wir dank Walter wieder wohlbehütet und mit vielen Erlebnissen und Eindrücken reicher, unseren Ausgangspunkt.
Allgemein:
Eine exakte Schilderung des „Gesehenen und Erlebten“ kann auf Grund der enormen Schönheiten und Eindruckstiefen, in der Kürze dieses Berichtes nicht in Worte gefasst werden. Ich kann nur hoffen, dass beim Betrachten dieser Bilder (Auszug aus ca. 600) alle „Mitgereisten“ wieder annähernd in den Genuss des vor Ort erlebten kommen mögen.
Mit einem herzlichen Dank an alle die mir diese Erlebnisse ermöglicht haben,
Hannes Hohengassner