Oster-Augen sehen weiter...
"In Frankreich gibt es einen alten Brauch. Wenn am Morgen des Ostersonntags zum ersten Mal die Glocken läuten, laufen Kinder und Erwachsene an den Dorfbrunnen und waschen sich die Augen mit dem kühlen, klaren Brunnenwasser. Diese Handlung war ursprünglich eine Art Gebet, in dem die Menschen um neue Augen, um Oster-Augen, baten. Sie wollten besser sehen, besser ein-sehen können, was durch die Auferstehung anders geworden ist in ihrem Leben und im Leben aller Menschen."
Im gemeinsamen Feiern von "OSTERN" wird spürbar, was durch die Auferstehung anders geworden ist. Alle uns irdisch auferlegten Grenzen und Begrenzungen werden gesprengt, nicht einmal der Tod stellt eine Grenze dar, die nicht zu überwinden wäre. Wir sehen mit "Oster-Augen" und können es glauben: Auferstehung Jesu heißt Leben in einem alles umfassenden Sinn. Aus dem Glauben heraus sehen wir weiter, werden neue Perpektiven eröffnet - weit über die Festtage hinaus in den Alltag hinein.
Leitgedanken Ostern 2015 von Pfarrer Markus Menner
(mf)