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Gedanken zum Tag von Pfarrer Maximilian

31.05.2026, 

Dreifaltigkeit

Am Dreifaltigkeitssonntag soll über Gott nachgedacht werden.

 

Predigtaufzeichnung

Predigt Dreifaltigkeitssonntag, 31.5.2026

Perikopen: 2 Kor 13,11-13                Joh 3,16-18

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Am Dreifaltigkeitssonntag soll über Gott nachgedacht werden. Der schönste Satz in der Bibel über Gott ist für mich: „Gott ist Liebe“. So lautet die ganze Wahrheit des Christentums und deren Bedeutung für mein Leben. Weil Gott Liebe ist, kann ich niemals tiefer fallen, als in die „Hand Gottes“. Ich kann nicht tiefer fallen, weil Gott in seinem Sohn Mensch geworden ist. Ausgegrenzt, erniedrigt, geschlagen, zum Tode gebracht, fiel Jesus tiefer als der Mensch in seinem Leben je zu fallen vermag. Der menschgewordene Gottessohn fiel buchstäblich in die „Hölle“. Verbindet sich mit all jenen, die abgestürzt sind, bringt ihnen so den Funken des göttlichen Lebens. Was ist aber mit den Anderen? Mit jenen, die etwas anderes glauben, oder gar nicht glauben? Der Heilige Geist bringt alle Menschen mit dem Geheimnis Christi in Verbindung: auf den Gott allein bekannten Wegen. Die Kirche feiert am Sonntag das Geheimnis der göttlichen Liebe: das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit. Wir glauben an einen Gott in drei Personen. Kann man das verstehen? Kann man die Liebe verstehen? Warum gerade drei? Gott liebt. Aber das ist nicht alles. Er ist die Liebe selbst. Und diese schließt mehrere Personen ein. Zumindest drei, damit sie nicht zur Selbstliebe, oder zum Egoismus zu zweit verkommt. Deswegen: der Liebende, der Geliebte und der Mitgeliebte. Eben: Vater, Sohn und Geist. Ein Gott der Gemeinschaft ist, damit wir mit ihm Gemeinschaft haben. Eines der besten Sätze in der neuen Enzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo: „Was den Menschen rettet, ist nicht gesteigerte Selbstständigkeit, sondern eine Beziehung, die befreit, eine Gemeinschaft die verwandelt.“ Gott ist Beziehung, damit wir Beziehung zu ihm haben können. Diese Beziehung ist durch nichts zu ersetzen. So heißt es ebenfalls in der Enzyklika: „Kein noch so augeklügeltes Computersystem erschafft ein Herz, das sich hingibt, oder ein Gewissen, das das Gute erkennt.“ Amen. 

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