Ob die Heilige Barbara eine historische Person gewesen ist, wissen wir nicht genau.
Die Legende erzählt von ihrer Schönheit und Klugheit. Ihr eifersüchtiger Vater ließ sie in einen Turm sperren, um sie am Heiraten zu hindern. Barbara aber ließ sich taufen, worauf sie von ihrem Vater an den römischen Statthalter ausgeliefert wurde. Auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung soll sie einen Zweig berührt haben, der darufhin zu blühen anfing. Heute noch schneiden wir Barbarazweige, die zu Weihnachten blühen sollen. Die Hl. Barbara ist die Patronin der Bergleute.
Nikolaus von Myra – Gedenktag 6. Dezember.
Vom Leben des Heiligen Nikolaus wissen wir nicht viel.
Er wurde um 280 n. Chr. In Patra in Lykien geboren und wurde in Myra, in der Nähe des
heutigen Antalya zum Priester geweiht. Während der Christenverfolgung 310 n. Chr. wurde er gefangengenommen und gefoltert. Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Armen. Um Bischof Nikolaus von Myra ranken sich viele Legenden. So soll er drei Armen Mädchen als Mitgift Goldklumpen ins Fenster gelegt haben, damit sie nicht in die Prostitution gehen mussten, während einer Hungersnot auf wundersame Weise Brot-
getreide vermehrt und damit die Hungernden gerettet haben und in Seenot geratene Schiffer durch ein Wunder in den sicheren Hafen geleitet haben. Noch heute wird Nikolaus als Patron der Seeleute verehrt. An seinem Gedenktag gehen als Nikolaus
verkleidete Männer zu den Kindern, um ihnen Süßigkeiten zu bringen – als Erinnerung an seine Großherzigkeit und Güte.
Lucia von Syrakus – Gedanktag 13. Dezember.
Der Name Lucia bedeutet „die Leuchtende“.
Lucia war eine der ersten Martyrerinnen der Christenheit. Besonders in Skandinavien ist der Luciatag ein wichtiger Festtag in der Vorweihnachtszeit. Lucia wird von einem Mädchen mit Lichterkranz im Haar und weißem Kleid dargestellt, begleitet von anderen ebenso weiß gekleideten Mädchen. Das Weiß ist Symbol für die Unschuld, das Licht deutet auf Christus hin.
Hochfest der Geburt des Herrn- 25. Dezember.
„Das Licht leuchtete in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst“ lesen wir im Johannes-Evangelium.
Christus erscheint als Licht in einer Welt voll Leid und Tod. Für dieses Licht steht heute der Christbaum, der allerdings erst im 19. Jahrhundert Einzug in die Häuser der Allge-
meinheit hielt. Die immergrünen Bäume symbolisierten das Leben, die Lichter Christus.
Stephanus – Gedenktag 26, Dezember.
Stephanus war Diakon der ersten Christengemeinde in Jerusalem, ihm oblag die Sorge um die Armen, die Witwen und Waisen.
Er wurde wegen seines Bekenntnisses zu Jesus gesteinigt, sterbend betete er noch für seine Hemker (Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an). Er gilt als der erste Martyrer der Christenheit.
Silvester – Gedenktag 31. Dezember.
Silvester I. war von 314 bis 335 n.Chr. Bischof von Rom und damit Papst.
Er weihte die von Kaiser Konstantin erbaute Lateranbasilika, die noch heute als die Mutter aller Kirchen bezeichnet wird. Über dem Grab des Heiligen Apostels Petrus ließ Sivester die erste Peterskirche erbauen. Er ist der erste heiliggesprochene Papst, der nicht den Martyrertod starb. Am 31. Dezember werden in vielen Pfarren Jahresschlussan-
dachten als Dank für das abgelaufene Jahr gefeiert.