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Inhalt:

Konfliktgespräche ohne Verlierer

Beim Vortrag am Montag bei uns im Pfarrsaal war der Vorarlberger Christoph Alton zu Gast. Er sprach zum Thema „Familienstammbaum – Konfliktgespräche ohne Verlierer“.

Christoph Alton ist überzeugt, dass ein großes Problem vieler Menschen darin besteht, dass ihr „Liebestank“ leer ist. Er war 36 Jahre lang als Polytechnischer Lehrer in Feldkirch tätig und hat dabei mit besonders schwierigen Kindern und Jugendlichen gearbeitet.


Anhand vieler Beispiele erklärte er die sogenannte Goldgräbermethode, mit der man auch mit schwierigen Beziehungen umgehen kann. In seiner Arbeit mit den Schülern hat Christoph immer wieder nachgefragt und bewusst nach ihren positiven Eigenschaften gesucht. Er wollte ihnen das Gefühl geben, dass sie wertvoll sind und dass sie ihm wichtig sind.


Dabei ist für ihn ein Gedanke besonders wichtig: Ich muss wissen, dass Menschen mich nicht ablehnen, weil ich böse oder schlecht bin, sondern dass sie oft selbst ein Defizit in sich tragen. Menschen suchen manchmal jemanden mit einem großen Herzen, bei dem sie ihren „Sondermüll“ abladen können.


Wer ein Problem mit einem Menschen hat, soll deshalb nicht über ihn schimpfen oder schlecht reden, sondern für ihn das Segensgebet sprechen:


Allmächtiger Gott,
ewig liebender Vater,
ich danke Dir, dass ich Dir jetzt …
in Dein göttlich liebendes Vaterherz
hineinlegen darf,
wo sie/er beständig und durchdringend
Deine göttliche Vaterliebe zu spüren bekommt
und sie/er bereit und frei wird,
all jenen zu verzeihen,
die sich an ihr/ihm mitschuldig gemacht haben.
AMEN


Ähnlich verhält es sich mit dem Familienstammbaum. Man kann sich selbst als einen Baum vorstellen, dessen Vorfahren die Wurzeln bilden. Wenn ich mit einer dieser Wurzeln ein Problem habe und über diese Person schimpfe oder sie ablehne, dann stirbt diese Wurzel symbolisch ab und der ganze Baum wird krank.

Nach Christophs Darstellung können sich solche ungelösten Konflikte unter anderem in Depressionen, Schuldgefühlen oder Schlafproblemen zeigen.
Christoph legt den Zuhörern deshalb wärmstens ans Herz, dieses Segensgebet zu sprechen und ein „Goldgräber“ zu sein: also nicht zuerst nach dem Schlechten in einem Menschen zu suchen, sondern nach dem Guten und Wertvollen, das in ihm verborgen ist.

 

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    Unter folgendem Link können Sie einen Vortrag von Christoph Alton auf Schloss Riedegg nachhören:
    https://www.youtube.com/watch?v=yy2yNKyF8Xc


    In der Kirche und im Pfarrhof liegen Broschüren zu diesem Thema auf. Sie können diese gerne kostenlos mitnehmen.


    Wir sind alle geliebte Kinder Gottes!

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