Keine Sorge – Sie müssen kein Französisch können. Es genügt, wenn Sie zuhören.
Wenn im Sommer die große Kern-Orgel der Basilika Mondsee erklingt, scheint sie ihre Muttersprache zu sprechen. Mit ihren leuchtenden Zungenstimmen, ihren eleganten Flötenregistern und ihrem unverwechselbaren Farbenreichtum zählt sie zu den schönsten klassisch-französisch disponierten Orgeln im deutschsprachigen Raum. Wer ihr zuhört, versteht schnell, warum die Musik des französischen Barock so viele Menschen bis heute begeistert.
Die Reihe OrgelPunkt lädt in diesem Sommer zu einer kleinen musikalischen Reise an den Hof Ludwigs XIV. ein – ganz ohne Koffer, aber mit viel Klang, Charme und Esprit.
FREITAG, 21. August | 20 Uhr
François Couperin
Bei Couperin wird es feiner, poetischer und zugleich tiefgründig. Seine berühmten Orgelmessen verbinden spirituelle Tiefe mit einer erstaunlichen Vielfalt an Klangfarben. Musik zum Hinhören, Nachdenken und Genießen.
Basilika St. Michael Mondsee
Eintritt frei – freiwillige Spenden erbeten
Wer die große Kern-Orgel einmal in ihrem ureigensten Repertoire erleben möchte, sollte sich diesen Sommerabend nicht entgehen lassen.
Am Spieltisch sitzt Univ.-Prof. Gottfried Holzer-Graf, der mit der Mondseer Orgel seit Jahrzehnten eng verbunden ist. Der gebürtige Steirer studierte in Wien und Salzburg, gewann 1978 den Internationalen Bruckner-Orgelwettbewerb und wirkte viele Jahre als Professor für Orgel am Mozarteum Salzburg, dessen interimistischer Rektor er von 2005 bis 2006 war. Als Organist, Cembalist, Ensembleleiter und Spezialist für historische Aufführungspraxis konzertierte er in Europa und den USA. Darüber hinaus gilt er als ausgewiesener Experte für historische Orgeln und deren Rekonstruktion.
Vor allem aber kennt er die Mondseer Kern-Orgel wie kaum ein anderer. Jahrzehntelang prägte er als Kirchenmusiker die musikalische Landschaft der Basilika und entlockt dem Instrument bis heute immer neue Farben und Facetten. Frankreich liegt heuer näher als gedacht – nämlich mitten in Mondsee.
