Gebetstag für Syrien
Die Österreichische Bischofskonferenz hat den Aufruf des Papstes zu einem weltweiten Gebets- und Fasttag für den Frieden in Syrien bekräftigt und bittet um breite Beteiligung daran.
“Seit alters her ist das Fasten ein Ausdruck der Fürbitte und der Solidarität mit den Notleidenden”, heißt es in der am Mittwoch von Kardinal Schönborn veröffentlichten Erklärung. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz erinnert darin an das Wort Jesu in der Bergpredigt und die Seligpreisung der Friedensstifter. Es gelte durch Fasten, Gebet und Hilfe dabei mitzuwirken, dass die Menschen in Syrien “vom Bannkreis der Gewalt in den Umkreis des Friedens gelangen”. Konkrete Hilfe für die Opfer sei möglich, so Kardinal Schönborn, der in diesem Zusammenhang auf die Aktion “Nachbar in Not” verwies.
Die von Kardinal Schönborn gezeichnete “Erklärung zum weltweiten Gebets- und Fasttag für den Frieden in Syrien” hat folgenden Wortlaut:
Christen und Menschen guten Willens sind von Papst Franziskus weltweit dazu aufgerufen, sich am kommenden Samstag durch Fasten und Gebet für den Frieden in Syrien und in den anderen Konfliktherden der Welt einzusetzen. Seit alters her ist das Fasten ein Ausdruck der Fürbitte und der Solidarität mit den Notleidenden. Die österreichischen Bischöfe unterstützen und bekräftigen diesen Ruf des Papstes für den Frieden und bitten um eine breite Beteiligung dieser Friedensinitiative in Österreich und weltweit.
“Selig, die Frieden stiften, denn ihnen gehört das Himmelreich”, dieses Wort unseres Herrn Jesus Christus kennt keine Grenzen der Zeit, des Ortes, des Geschlechts, der Nation oder der Religion. Es ist eine bleibende Zusage an jeden Menschen, sich hier und heute für einen umfassenden Frieden einzusetzen, der mehr ist, als nur die Abwesenheit von Krieg.
Beten wir an diesem Tag für die Menschen in Syrien, dass sie vom Bannkreis der Gewalt in den Umkreis des Friedens gelangen – durch ihr eigenes Verhalten, durch Weisheit der Regierenden sowie durch unser Fasten und die konkrete Hilfe für die Opfer wie beispielsweise durch die Beteiligung an der Aktion “Nachbar in Not”.
Wir vertrauen dabei auf Gottes reichen Segen.