Rorate
Advent
Für die einen die schönste Zeit im Jahr, für andere wiederum die stressigste oder dunkelste Zeit, auf jeden Fall eine einmalige Zeit.
Ein Angebot, bei dem wir der Sehnsucht nach Licht, Stille und der guten Nachricht nachspüren können, ist die wöchentliche Roratemesse. Als Rorate werden Messfeiern zu früher Morgenstunde im Advent bezeichnet. Obwohl kaum jemandem das frühe Aufstehen leichtfällt, erfreuen sich auch bei uns die Roraten steigender Beliebtheit.
Für viele Menschen ist diese wöchentliche Frühmesse als persönliche Hinführung auf das Weihnachtsfest wichtig geworden. Bei den Roraten ist die Kirche nur durch Kerzenlicht erleuchtet, die Feier ist schlicht und ruhig gestaltet.
Es ist eine schöne und wohltuende Erfahrung, den Tag meditativ zu beginnen. Das Licht der Kerzen und der anbrechende Tag lassen uns die Botschaft von Weihnachten erahnen. Jesus hat mit seiner Geburt, mit seinem Leben und Wirken Licht in die dunkle Welt gebracht. Dieses Licht ist nicht erloschen. Es leuchtet in uns und wir sollen und dürfen dieses Licht weiterschenken. Licht ins Dunkel bringen, nimmt besonders in der Advent- und Weihnachtszeit Hand, Herz und Fuß an.
Die Bezeichnung „Rorate“ stammt aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja: Rorate caeli desuper - „Tauet, Himmel, von oben“. Der Rorateruf artikuliert die sehnsüchtige Erwartung des Volk Gottes, das die Ankunft des Herrn in Herrlichkeit erwartet.