Osternacht 2022
Das entzündete Osterfeuer am Kirchenplatz zeigte uns symbolhaft auf, dass aus einem kleinen Funken ein loderndes Feuer werden kann, damit wir in dieser Stunde mit dem Licht der Osterkerze durch die herrschende Dunkelheit hindurch gehen können.
Mit dem Exsultet, dem großen Osterlob, gesungen von Harald Wurmsdobler, kam die Freude über das Festgeheimnis dieser Nacht mit dem Sieg Christi über den Tod zum Vorschein. Die Erläuterungen zu den 3 Lesungen des Wortgottesdienstes vermittelten der Feiergemeinde, dass Gott der Schöpfer allen Lebens ist, wir trotz aller Zwänge auf das Gute vertrauen dürfen und durch die Taufe in diesen vertrauensvollen Bund eingetreten sind. Die folgende Tauffeier und die Erneuerung des Taufversprechens erinnerte uns dabei an die Quelle unseres Glaubens.
An den Anfang seiner Predigt stellte Pastoralassistent Dr. Josef Hansbauer die große Freude über das Ostergeheimnis, die alles überstrahlt, nachdem Jesus den vorhandenen Hochmut, Verrat, Kleingeist und Todesangst überwunden hat. Dennoch erleben wir eine Welt voller Schrecken, die wir vielleicht lange Zeit verdrängt oder kleingeredet haben. Vielleicht macht uns aber dieser Schrecken erst bereit die Botschaft von Ostern in unser Herz eindringen zu lassen und daraus zu leben und zu handeln. Das Licht von Ostern wird auch heute in unzähligen mutigen Menschen sichtbar, die bereit sind den zahllosen Opfern des Krieges und sonstiger Nöte in welcher Form auch immer zu helfen.
Mit einem Schlusstext anstelle eines Schlussgebetes wurde die Pfarrgemeinde darin bestärkt, dass Auferstehung auch sein kann, wenn man aufsteht anstelle gegen die eigene Überzeugung zu handeln, weil es nämlich geht wenn man will.
Pfarrleiterin Monika Weilguni bedankte sich zum Schluss im Namen des Pfarrteams bei den vielen helfenden Händen, die zur Gestaltung der Osternacht beigetragen haben und besonders bei KonCHORd mit Robert Holzer und dem Organisten Paul Thöne, bei den Lektor*innen, den Mesner*innen, bei allen die die Kirche geputzt und geschmückt sowie die Agape vorbereitet haben. Ein besonderer Dank gilt auch Frau Mag.a Christina Milton für die Gestaltung der wunderschönen Osterkerze mit dem in dieser Zeit so wichtigen Symbol der Friedenstaube.
Nach 2 langen Jahren fand zum Abschluss wieder eine Agape, ein Hoffnungsfest mit gemeinsamem Mahlhalten, statt, bei der die große Freude über Ostern und die aktive pfarrliche Gemeinschaft sichtbar wurde.
