Gründonnerstag 2022
Die Ausschnitte aus dem 26. Kapitel des Matthäus – Evangeliums und dem Kapitel 13 des Johannes Evangeliums ließen uns vom damaligen Geschehen betroffen sein und die Kommentare dazu setzten es in die heutige Gegenwart. Die angespannte Situation im damaligen Jerusalem erinnerte uns aber auch an unsere eigenen Grenzen, die durch die Corona – Pandemie, kirchliche und gesellschaftliche Streitthemen und nunmehr durch den schrecklichen Krieg in der Ukraine geprägt sind. Im Tagesgebet brachten wir die Bitte zum Ausdruck unsere eigenen Gefühle wahrzunehmen und unseren Blick zu öffnen für die Menschen um uns und ihnen in Freude und Leid beizustehen.
Die heuer wieder stattgefundene Fußwaschung, zu der ausgeschiedene und neu gewählte Mitglieder des Pfarrgemeinderates eingeladen waren, verstanden Pfarrmoderator Dr. Martin Füreder und Pfarrleiterin Monika Weilguni als eine symbolische Handlung und Ermutigung dafür, aufeinander in Liebe zuzugehen und füreinander da zu sein. Mit dem Vortrag des wunderbaren Gedichtes „Zehenspitzengefühl“ von Andreas Knapp zeigte uns Maria Hasibeder während der Zeremonie auf, dass Liebe nicht im Kopf lebt und nicht auf andere herabschaut, sondern ganz unten bei den Füßen beginnt, da diese so wichtig zum immer wieder Aufstehen und Auferstehen sind.
Im Schlussgebet erinnerte Pfarrmoderator Dr. Martin Füreder daran, dass wir als Mitgehende angefragt sind durch unser Dasein und Wachen in Berührung mit uns selbst, mit den Mitmenschen und mit Gott zu kommen, da in dieser Berührung Heilung, Vertrauen und Zuversicht entsteht.
