Betriebsausflug zur Landesausstellung Steyr
Diese Landesausstellung hat auch das Dekanat Steyr über Initiative des Religionslehrers Karl Ramsmeier zum Anlass genommen den Menschen des 21. Jahrhunderts in der Stadtpfarrkirche
- BESINNUNG bei einer Zehn – Minuten – Wallfahrt mit drei Stationen,
- INSPIRATION für das eigene Leben bei Kunstwerken,
- WORTNAHRUNG bei persönlichen Interpretationen von Bibeltexten von Steyrer Bürger*innen zu geben.
Das Kriegerdenkmal an der Westfassade zeigte uns nach einer Kunstintervention von Elisabeth Kramer die Spannung auf, dass die Waffenproduktion einerseits der Stadt lange Zeit Wohlstand gebracht hat und andererseits die “Christkindlstadt Steyr“ dem Auftrag “Friede den Menschen auf Erden“ verpflichtet ist. Die Kirche sieht es als ihren Aufgabe an, auch diese Frage mutig aufzuwerfen und Diskussionen darüber zuzulassen.
Am Treffpunkt “mensch&arbeit Steyr“ am Vorplatz der Kirche St. Michael erläuterte uns Betriebsseelsorgerin Ulrike Hammerl anhand von Skulpturen menschlicher Körper und den damit verbundenen Texten die Arbeit in der Betriebsseelsorge damals und heute und die zentralen Aussagen der christlichen Soziallehre. Der aktuelle Eigentümerwechsel bei der Firma MAN ist ein aktuelles Beispiel dafür wie wichtig es ist, dass kirchliche Vertreter gerade dorthin gehen wo Menschen persönlich betroffen sind. Nach einer Fahrt dem neuen Taborlift konnten wir den tollen Ausblick auf die Stadt Steyr genießen. Markus Pichler zeigte uns als Verantwortlicher für die Jugendarbeit in einer anregenden Diskussion, wie wesentlich es für junge Menschen an der Schwelle zum Berufsleben sein kann, für sie präsent zu sein, ihnen etwas zuzutrauen und mit ihnen begleitend mitzugehen.
Nach freier Wahl konnten sich einzelne Gruppen
- im Innerberger Stadel mit dem Thema Aufstieg und Wohlstand und dem urbanen Lebensstil des Bürgertums,
- im Museum Schloss Lamberg mit den Einblicken in das Leben der Adelsfamilie Lamberg und den damit verbundenen reizvollen, aber flüchtigen Merkmalen der Macht oder
- im Museum Arbeitswelt in der Wehrgrabengasse mit der historischen Welt der Arbeiter*innen bis hin zu aktuellen Themen der Arbeitswelt auseinandersetzen.
Im Gasthaus Seidl Bräu, das als Arbeitstrainingszentrum von pro mente Menschen bei der beruflichen Rehabilitation unterstützt, konnten wir uns von der Hitze der Stadt abkühlen, ein vorzügliches Mittagessen genießen und uns in vertrauter Gemeinschaft in persönlichen Gesprächen austauschen.
Beim gemeinsamen Abschluss in der Stadtpfarrkirche konnten wir mit dem Text des bekannten Arbeiter*innenliedes "Brot und Rosen" nochmals reflektieren, dass es für viele ein besseres Gefühl und Leben geben kann, wenn wir Wege gemeinsam und solidarisch gehen.
Ein herzliches Danke für die Einladung, Vorbereitung und Organisation des Betriebsausfluges gilt Pfarrleiterin Monika Weilguni mit ihrem Team für den eindrucksvollen und informativen Betriebsausflug.
