Osternacht 2021
Im Osterfeuer vor der Kirche wurden als Zeichen des Loslassens auch die Sorgen mitverbrannt, die während der Fastenzeit auf Zettel geschrieben und in die Klagemauer in der Kirche gesteckt worden waren. Mit der Entzündung des Lichts für die Osterkerze am Osterfeuer kam zum Ausdruck, dass aus einem kleinen Funken ein loderndes Feuer werden kann und damit die Hoffnung verbunden wird, dass sich auch der Glaube an und die Verwirklichung des Guten ausbreiten möge.
Mit dem Exsultet, dem Osterlob, gesungen von Anna Dürrschmid, waren für viele auch heuer wieder mächtige Gefühle verbunden, die den emotionalen Zugang zum Osterfest erschließen, dessen Geheimnis oft mit dem Verstand nur schwer zu erfassen ist.
In der Predigt sprach Pfarrleiterin Monika Weilguni konkrete aktuelle Themen klar an, die unser Leben beeinflussen und vielen Menschen große Sorgen bereiten. Dabei handelt es sich um zunehmende Missachtung der Menschenrechte im Umgang mit Geflüchteten. Vielen in unserer Kirche reicht auch der Umgang der Kirche mit Frauen und die diskriminierenden Haltungen gegenüber unterschiedlichen geschlechtlichen Ausrichtungen. Trotzdem engagieren wir uns weiter, setzen dabei aber als lebendige Pfarre sichtbare Zeichen und freuen uns, wenn ein Gespräch, ein Dialog gelingt.
Ostern als das große Fest der Liebe, das stärker ist als der Tod, regt im Gegensatz zum rechthaberischen Trotz zu einem widerständigen Trotzdem als hoffnungsvolle Haltung an. Dabei haben gerade die Frauen in der Bibel diese „Trotzdem Haltung“ bewiesen, wenn sie trotz des offensichtlichen Scheiterns in der Nähe des Kreuzes geblieben sind und im Niederfallen Aufbruch bewiesen haben.
An der feierlichen Gestaltung der Osternacht haben viele mit ihren Ideen und konkreten Beiträgen mitgewirkt. Nach dem feierlichen Ostersegen und der Speisenweihe durch Pfarrmoderator Dr. Martin Füreder bedankte sich Pfarrleiterin Monika Weilguni namens des Pfarrteams bei allen MinistrantInnen, bei Anna Dürrschmid für das gesungene Exsultet, beim Ensemble KonCHORd unter Leitung von Robert Holzer und an der Orgel mit Paul Thöne.
Ein besonderer Dank gilt auch den MesnerInnen und allen helfenden Händen, die während der Karwoche die Kirche geputzt und geschmückt haben und weiters auch Christina Rupprecht und ihrem Team für den Videostream nach Hause.
