Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Pfarre Urfahr - St. Junia
  • Pfarrgemeinde
    • Galerie
  • Informationen
    • Was tun wenn ...
  • Wallfahrt
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Urfahr-Pöstlingberg
Urfahr-Pöstlingberg
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

Diözesane Initiative zur Aufnahme von Geflüchteten

Liebe Verantwortliche in den Pfarrgemeinden!

Die geopolitische Situation rund um Flucht und Asyl ist komplex.
Menschen sind – so wie wir das im Weihnachtsevangelium hören – auf der Suche nach einer sichereren, menschenwürdigen Herberge. Das Matthäusevangelium erzählt von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten (Mt 2,13-18).

Mit dem berührenden Kurzfilm „anerkannt_unbekannt“ machen wir auf die Situation von anerkannten Geflüchteten in Griechenland aufmerksam. In Zusammenarbeit mit Diakonie, Caritas und NGO´s ist dieser Film auf Initiative von Carlo Neuhuber bei dessen Reise nach Griechenland entstanden.

Die Kurzdokumentation (Dauer 14 Min.) ist als Impuls und Anregung für Sie persönlich, für Pfarrgemeinderäte und Gruppen geeignet.
Er ist
unter https://youtu.be/o3izqQJgaqI zu finden und steht
unter
https://vimeo.com/653605021 auch zum Download zur Verfügung.
Eine Handreichung für den Einsatz in Gruppen finden Sie auf Seite 5.

Wir gehen auf Weihnachten zu und werden wieder die Menschwerdung Jesu feiern:
Als Geburt im Stall damals, weil es keine Herberge gab.
Machen wir es heute anders – geben wir Herberge!
Für die Liturgie im Advent und zu Weihnachten stellen wir im Zusammenhang mit dem diözesanen Schwerpunkt „Sehnsuchtsweg zur Krippe“

  • einen Meditationstext „Sehnsucht“ von Stefan Schlager und
  • eine Krippenandacht für die Christmette „Sehnsuchtszeit an der Krippe“ von Monika Weilguni zur Verfügung.

Wir als diözesane Initiative bemühen uns weiterhin mit zahlreichen kirchlichen Organisationen in OÖ und österreichweit sowie mit NGO´s, die Verantwortlichen in der Politik betreffend die Frage der anerkannten Geflüchteten zu einer geordneten Rettung zu bewegen.

Wir wünschen eine gute Adventszeit und gesegnete Weihnachten!

Carlo Neuhuber und Monika Weilguni

für die diözesane Initiative zur Aufnahme von Geflüchteten

Diözesane Initiative zur Aufnahme von Geflüchteten - Mitglieder

Maria Hasibeder, Präsidentin der Kath. Aktion OÖ

Carlo Neuhuber, Regionaldiakon

Wilfried Scheidl, Leiter der RegionalCaritas

Stefan Schlager, Leiter Theologische Erwachsenenbildung und Weltreligionen / Sachgebiet Migration im Pastoralamt

Michaela Wagner, Katholisches Bildungswerk OÖ

Monika Weilguni, leitende Seelsorgerin Pfarre Linz-St. Konrad, ehrenamtlich engagiert im Bereich Flucht & Asyl

sehnsucht

mitten im fremden
mitten im kalten
mitten im hartgewordenen

einer für den es

keinen platz gibt.
keine herberge.


einer für den

ein futtertrog
herhalten musste.

 

einer der gezwungen war

mitzufliehen noch ehe er

fuß fassen konnte überhaupt.

gerade hier

mitten im dunklen

aber auch ein helles leuchten. unerwartet.

ein licht

aufstrahlend wie ein stern

der unserer sehnsucht wege weist.

weil in der nähe
dieses einen

das gute in uns zur welt kommen darf. endlich.

weil im blick
dieses einen
achtung ins leben tritt.

weil im tun

dieses einen

menschlichkeit gestalt gewinnt.

und wir
in seinen spuren
zu menschen werden wieder.

mitten im fremden
mitten im kalten
mitten im hartgewordenen.

(stefan schlager, 16. 11. 2021)

Sehnsuchtszeit an der Krippe
(Eine Krippen-Andacht im Rahmen der Christmette)

Der Text versteht sich als Anregung und kann in der Christmette bei einer Krippenandacht verwendet und mit dem Lied „Ich steh an deiner Krippe hier“ (GL 806) ergänzt werden. Die „sprechenden Personen“ bitte gegebenenfalls an die jeweilige Situation vor Ort und an ihre Lebenswelt anpassen.

Kind:

Mit meinen Wünschen und Sehnsüchten stehe ich an der Krippe.

Ich bringe die Sehnsucht von uns Kindern:

  • nach Liebe und Geborgenheit
  • nach fröhlichem Spiel und Spaß
  • nach Momenten des Glücks.

Ich bringe auch die Sehnsucht aller Kinder, die auf der Flucht sind:

nach Angenommen-Werden, nach Heimat, nach Wärme und Schutz.

Jesus, Kind in der Krippe, sei bei allen Kindern, die ihre Sehnsüchte zu dir bringen.

Jugendliche*:

Mit meinen Wünschen und Sehnsüchten stehe auch ich an der Krippe.

Für mich als junge Frau / als jungen Mann waren die letzten Monate besonders herausfordernd.

Ich bringe die Sehnsucht von uns Jugendlichen:

  • nach Unbeschwertheit und Sorglosigkeit
  • nach Lebensbejahung und Zukunftschancen
  • nach Augenblicken der Lebensfreude.

Jesus, Kind in der Krippe, lass mich und alle Jugendlichen einen guten Platz in der Welt finden.

Eltern:

Wir stehen an der Krippe und bringe die Wünsche und Sehnsüchte unserer Familie.

Wir bringen die Sehnsucht

  • nach Nähe und Vertrauen
  • nach Harmonie und Versöhnung
  • nach einem Ort, an dem wir alle gut miteinander leben können.

Jesus, Kind in der Krippe, wir danken dir für unsere Familien, in die wir hineingeboren wurden und die du uns geschenkt hast. Sei besonders jenen Familien nahe, die sich miteinander schwertun.

Jemand aus der Arbeitswelt:

Ich stehe an der Krippe und bringe meine Sehnsüchte rund um meinen Arbeitsplatz.

Meine Arbeit ist wertvoller Bestandteil meines Lebens.

Ich bringe die Sehnsucht

  • nach kollegialen Beziehungen
  • nach Sicherheit und Fairness am Arbeitsplatz
  • nach einer Atempause im oft hektischen Arbeitsalltag.

Ich bringe auch die Sehnsucht aller Menschen, die ihre Arbeit verloren haben oder denen das Recht auf Arbeit verwehrt wird.

Jesus, Kind in der Krippe, sei du das Licht der Welt für alle, die an der Grenze ihrer Belastbarkeit sind.

Engagierte*r Ehrenamtliche*r oder Mann/Frau mit Migrationshintergrund
Ich bringe (stellvertretend) die Sehnsüchte von Menschen, die auf der Flucht sind.

Ich bringe ihre Sehnsucht

  • nach Frieden und Heimat
  • nach Gerechtigkeit und Anerkennung
  • nach einem Ort, an dem sie ankommen und ihr Leben neu verankern können.

Mit ihrer Sehnsucht nach Leben bringe ich ihren Schmerz und ihre Trauer, ihre Verletzungen und ihre Verwundungen.

Jesus, Kind in der Krippe, du warst selbst als Kind auf der Flucht. Nimm die Sehnsüchte von geflüchteten Menschen an und steh ihnen bei.

Pfarrgemeinderat:

Ich bringe die Wünsche und Sehnsüchte unserer Pfarrgemeinde zur Krippe.

Unsere Sehnsucht

  • nach Gemeinschaft und Miteinander
  • nach Gespräch und Begegnung
  • nach einem Ort, an dem wir Menschwerdung feiern und Gottes Gegenwart erahnen.

Jesus, Kind in der Krippe, wir wollen Mensch werden – wie du – und unsere Hände öffnen sowie unsere Herzen weiten. Sei uns nahe in allem, was uns bewegt – jetzt in dieser weihnachtlichen Zeit und alle Tage unseres Lebens. Amen

Monika Weilguni,

leitende Seelsorgerin, Pfarre Linz-St. Konrad.

Advent 2021.

Handreichung zum Film „anerkannt_unbekannt“

Viele Menschen sind aktuell weltweit auf der Flucht. Über 84,2 Millionen waren es Ende 2020. Die Pandemie verschlimmerte diese Situation.

„Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der aus seiner Heimat vertrieben wurde, und ein Schicksal von Flucht, Entwurzelung und Leid.“ (UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi)

In Griechenland befinden sich viele Menschen, deren Fluchtgründe bereits geprüft wurden. Unabhängige Gerichte haben bestätigt, dass Verfolgung vorliegt, dass Menschenleben bedroht sind.

Diese Menschen haben einen anerkannten Asylstatus und damit wären sie der griechischen Bevölkerung gleichgestellt. Das ist doch gut, oder?

Der Kurzfilm „Anerkannt – Unbekannt“ macht deutlich, dass es sich dabei um einen Trugschluss handelt. Warum? (Schaut dazu den Abschnitt 2:10 min – 4:15 min)

Die geopolitische Situation betreffend Flucht und Asyl ist kompliziert und löst unterschiedliche Gefühle aus. Einerseits gibt es viel Verständnis für die meist ausweglose Situation von Menschen auf der Flucht andererseits gibt es eine stark ablehnende Haltung gegenüber der Aufnahme von Flüchtlingen. „Asyl ist ein Menschenrecht!“, „Kriminelle Ausländer raus!“, „Abschiebung ist Mord!“, „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“. Diese und ähnliche Meinungen werden von unseren Mitmenschen vertreten.

 

Welche Meinung zum Thema Flucht und Asyl herrscht in eurer Pfarre vor? Habt ihr dazu schon Meinungen und Ansichten eingeholt?

Migration vs Flucht:[1] Migration ist ein weitverbreitetes Phänomen in der Gesellschaft. Die Vielfalt in der Pfarre leicht erfahrbar. Dazu reicht meist ein einfacher Gedankenaustausch und ein Blick in die eigene Familiengeschichte.

Wer in ihrer Familie (Großeltern, Eltern, sie selbst oder Geschwister) hat bereits seinen Lebensort verändert? Selbst ein Umzug innerhalb Österreichs gilt als Migration (sog. Binnenmigration). Was waren die Gründe für den Ortswechsel?

Worin liegt der Unterschied zwischen Migration und Flucht?

Zurück zum Film: Um all jene Menschen, denen von griechischen Gerichten bereits ein anerkannter Asylstatus zugeschrieben wurde, gut und menschenwürdig versorgen zu können, braucht es Solidarität in Europa, legale Fluchtwege auch innerhalb Europas. Bislang scheitert es noch an der Bereitschaft der österreichischen Bundesregierung, anerkannte Geflüchtete in Österreich aufzunehmen.

Wie könnte man die verantwortlichen Politiker*innen dafür motivieren, dem Ansuchen der momentan 76 Pfarren innerhalb der Diözese Linz stattzugeben und 100 anerkannten geflüchteten Familien als Zeichen der Humanität in Österreich einen Neubeginn in Frieden und Würde zu ermöglichen?

Versuchen wir uns in der Pfarrgemeinde damit auseinander zu setzen: Was braucht ein Mensch zum zu einem guten Leben? Besonders an einem neuen Ort, in einer neuen Umgebung?

WIR HABEN PLATZ UND WIR WOLLEN HELFEN DÜRFEN!

Martin Stöbich, Welthaus

 

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Urfahr-Pöstlingberg


Am Pöstlingberg 1
4040 Linz
Telefon: 0732/731228
pfarre.poestlingberg@dioezese-linz.at

Pfarrbürozeiten

Mo, Mi und Fr jeweils von 8:30 bis 11:30 Uhr

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen