Enns – St. Florian
Auf dem Weg in die neue Seelsorgestruktur folgt gerade Schritt auf Schritt: Der dreiköpfige Pfarrvorstand ist nominiert und hat seine Arbeit informell bereits aufgenommen, mit Enns – St. Laurenz ist auch der Standort für das neue zentrale Pfarrbüro fixiert und in den Pfarrgemeinden ist die Suche nach den künftigen ehrenamtlichen Seelsorgeteams auf der Zielgeraden. Danke an alle Seelsorgeteam-Mitglieder für die Bereitschaft zu diesem besonders wichtigen, ehrenamtlichen Engagement!!
Im Dekanatsrat, in dem alle zehn Pfarrgemeinden vertreten sind, wurden bereits im April zwei weitere wichtige Festlegungen getroffen, die nun auch von der Diözese bestätigt sind: Die neue Pfarre wird „Enns – St. Florian“ heißen und als gemeinsame Pfarrkirche wird die Basilika St. Laurenz fungieren.
Der zweite Teil des Namens ist „positiv doppeldeutig“: Man kann St. Florian als Ortsname verstehen (und damit als Hinweis auch auf das Stift, das mehrere Pfarrgemeinden in der Mitte unserer neuen Pfarre über Jahrhunderte geprägt hat) oder auch als Personenname, sodass wir in unserem neuen Pfarrnamen also auch den Heiligen Florian ehren.
Mit dessen Geschichte ist untrennbar das römische Enns (Lauriacum) verbunden. Historisch betrachtet ist es v.a. die Lorcher Kirche (offiziell: Basilika St. Laurenz), die die Erinnerung an Florian hochhält; sie ist ja seit alter römischer Zeit eine Memorialkirche zum Gedächtnis an die Gefährtinnen und Gefährten Florians. Ihre Reliquien ruhen im Hauptaltar von St. Laurenz, ebenso wie eine Reliquie des Heiligen Florian, die der spätere Papst Johannes Paul II. persönlich aus Polen nach Österreich brachte. Dass die Basilika St. Laurenz nun erwählt wurde, Pfarrkirche der neuen Pfarre Enns – St. Florian zu werden, hat sicher ganz wesentlich mit diesem großen historischen Erbe zu tun: Es geht in jeder Weiterentwicklung der christlichen Gemeinschaft auch darum, die Wurzeln unseres Glaubens nicht zu vergessen und aus der Geschichte Impulse zu gewinnen für die Ausgestaltung des Glaubens im Hier und Jetzt.
Der Frage, wie diese nähere Ausgestaltung unseres Glaubens bei uns in der Pfarre Enns – St. Florian ausschauen soll – was uns wichtig ist, welche Akzente wir setzen wollen, … – widmeten sich am 12. Juni im Pfarrzentrum Asten 80 Personen aus allen Teilen unserer künftigen gemeinsamen Pfarre. Wie schon das erste Mal in Niederneukirchen und das zweite Mal in Enns war auch dieses Treffen von einer guten Stimmung und einer ambitionierten Arbeitshaltung geprägt, sodass wir zuversichtlich sein dürfen, dass der nun vorbereitete Weg ab kommendem Herbst in eine gute Umsetzung münden wird.
Austausch, Gespräch und intensives Nachdenken, was uns gemeinsam wichtig ist – das stand im Mittelpunkt des Treffens in Asten.


Fotos: Harald Prinz