Gedenkgottesdienst für Sternenkinder und Segnung des Gedenkortes für Sternenkinder
Am Sonntag, 18. Oktober 2026 feierten wir einen Gedenkgottesdienst für Sternenkinder und im Anschluss eröffneten wir feierlich und segnend unseren Gedenkort.
Nach einer langen Zeit des Planens mit einem engagierten Team, das mit viel Herz, Kreativität und Feingefühl an das Projekt heranging, konnten schnell weitere Personen gewonnen werden, die für die Umsetzung des Gedenkortes ganz wesentlich waren. Danke an Christian Gruber für die konkrete Umsetzung unserer Ideen. Danke an Christian Wahlmüller für das bauliche KnowHow und all den Helfern für die Errichtung.
Ohne Sponsoren wäre es uns nicht möglich gewesen kostendeckend zu arbeiten. DANKE an Gerhard Lengauer, Geschäftsführer bei der Firma Schinko, für die großzügige Spende der Stahlkonstruktion. Danke an die Partei Die Grünen und die KFB für die wertvollen Geldspenden. Danke gilt auch Christian Reichardt für das Sponsoring und die Errichtung der Sitzgelegenheit.
Möge dieser Ort für alle Betroffenen ein Ort des Trostes,
des Durchatmens
und der Hoffnung sein.
Das Projektteam:
Anneliese Weißmair
Christine Mühlbachler
Jasmin Krupka
Michaela Gruber
Regine Miesenberger
Regina Wahlmüller
Sarah Wagner

Zum Ort
Sie finden unseren Gedenkort für Sternenkinder außerhalb der Kirche hinter der Apsismauer. Wichtig war, einen Ort zu finden, der Ruhe, Schutz und Ungestörtheit bietet.
Die Sitzgelegenheit schmiegt sich in die Nische der Apsismauer – das feste, hochragende Kirchengebäude schützend im Rücken. Durch den leichten Höhenunterschied wandert der Blick automatisch nach oben: ins Grüne und weiter in den Himmel. Trotz der Schwere des Themas soll dieser Ort Hoffnung und eine wohltuende Leichtigkeit ausstrahlen.
Das Kunstwerk
Das Kunstwerk selbst besteht aus drei Elementen und ist als bewusstes Pendant zum Flügelaltar im Kirchenraum gestaltet: Zwei Stahlplatten umrahmen als beschützende „Flügel“ das mittlere Element. Das Material Stahl vermittelt Beständigkeit, Halt und Schutz.
Das linke Element
Das linke Element zeigt über fast die gesamte Fläche ein Kreuz – für uns Christinnen und Christen das zentrale Hoffnungssymbol. Es schenkt uns die Zusage: Jedes Menschenleben ist bei Gott geborgen und findet bei ihm seine Vollendung.
In dieses Kreuz ist ein buntes Glasornament eingelassen. In der Mitte leuchtet ein gelber Kreis, schützend umrahmt von einem roten und einem grünen Streifen. Sie symbolisieren Vater und Mutter, die ihr Kind behüten. Auch wenn ein Kind nicht mehr an der Hand seiner Eltern durchs Leben gehen kann, verliert es nie sein Strahlen und bleibt für immer ein fester Teil ihrer Familie.
Das rechte Element
Dieses Element ist von vielen Sternen unterschiedlicher Größe durchbrochen. Sie stehen stellvertretend für jedes einzelne Sternenkind, das viel zu früh gehen musste. Der Blick zu den Sternen öffnet den Raum für das, was dahinter liegt. Für uns Gläubige ist der Tod kein endgültiges Aus, sondern ein Hindurchgehen ins ewige Leben bei Gott.
Unter den Sternen lesen wir die Worte:
„Keinen Schritt in dieser Welt getan und doch unauslöschbare Spuren hinterlassen. Im Gedenken an unsere Sternenkinder. Geborgen in Gottes Hand.“
Das mittlere Element
Das mittlere Element verbindet die beiden Stahlplatten durch ein Netz aus Drahtseilen, in dem sich metallene Blätter verfangen haben. Der Wind bewegt sie sanft. Jedes Blatt steht für eine Erinnerung wie zB:
Die erste freudige Nachricht: „Wir sind schwanger!“
Das liebevolle Gespräch über einen Namen.
Die erschütternde Nachricht von Komplikationen oder das bange Gefühl im Bauch.
All diese Erinnerungen – die wunderschönen wie die schmerzhaften – gehören zum Leben der Eltern.
Doch die Blätter im Netz erinnern uns auch daran: Erinnerungen dürfen im Wind wehen und schließlich weiterziehen zu einem Ort, an dem nichts verloren geht.
Bei Gott geht nichts verloren. Jedes Kind, jedes Schicksal, jede Träne ist bei ihm aufgehoben.