Gelebte Gemeinschaft
Seit der Umstrukturierung 2023 wird unsere Pfarrgemeinde nicht mehr von einem Pfarrer geleitet, sondern von einem ehrenamtlichen Seelsorgeteam, das viele Stunde für ein funktionierendes Pfarrleben investiert.
Unser Wortgottesdienstleiter, Michael Pozar, hat sich Gedanken gemacht, wie es früher war und heute ist, katholisch zu sein. Hier ein kleiner Auszug aus seiner Predigt am vergangenen Sonntag:
Katholisch sein in Europa hieß ja lange Zeit:
Eingebettet sein in volkskirchliche Strukturen.
In Regeln, die vielleicht manchem zu eng waren,
aber doch Sicherheit gaben.
Der Glaube war selbstverständlich bzw. es wurde niemand belächelt, der an Gott glaubt.
Wie ist es katholisch zu sein im Jahre 2026?
Gerade heute muss ich mich, müssen wir uns rechtfertigen, immer noch Mitglied in dieser Kirche zu sein.
Gerade heute muss ich mich, müssen wir uns erklären, was Nachfolge für uns bedeutet.
Aber was bedeutet Nachfolge für mich, für uns?
Nachfolge bedeutet für mich,
Hilfe für die Benachteiligten, hier und überall.
Bewahrung der Schöpfung.
immer wieder hinarbeiten auf Frieden und Versöhnung.
Viele halten das für bescheuert und nicht durchführbar.
Vor allem dann, wenn es was kostet.
Freizeit, Geld… das gibt man doch nicht her für andere.
So denken auch Menschen, die katholisch sind.
Die eigene Bequemlichkeit geht vor.
Text und Fotos: Ingrid Windhager