Pfingsten - Flammenvorhang
Ausgehend von Apg 2,3-4a (Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.) soll der „Flammenvorhang“ darstellen, was der Hl. Geist auslöst: Hl. Geist stößt an, Hl. Geist bringt in Bewegung, Hl. Geist lässt Menschen über sich und ihre Ängste hinauswachsen.
Sichtbar gemacht wird das durch Flammen/Feuerzungen in 2 Größen und zwei unterschiedlichen Rottönen, die sich quasi frei schwebend bewegen. Der dicke Textilfilz der Flammen ist verbunden mit unsichtbarem Nylonfaden.
Die 7 Schnüre mit je 7 Flammen symbolisieren die Gaben des Hl. Geistes aus Jes 11, 2 (Der Geist des HERRN ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht vor dem HERRN.) Um auf die symbolische Zahl der Fülle und Vollkommenheit zu kommen, ergänzt Thomas von Aquin im 13. Jh. diese Aufzählung um die siebte Gabe, die Frömmigkeit.
Lassen wir uns von diesen Gaben bewegen, damit an uns als Christ/in und in der Pfarrgemeinde die Früchte des Hl. Geistes erkennbar werden, die Paulus im Galaterbrief nennt: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Gal 5, 22-23).
Text: Marion Grubelnik (Künstlerin, Wortgottesdienstleiterin)
Fotos: Michael Pozar