"Im Vorübergehen der Zeit innehalten" - Jahresschlussfeier 2025
andererseits mit Stationen von der Geburt bis zum Tod aus der kleinen Welt von Hörsching, die Ministrantinnen symbolisch zur Krippe brachten – Wasser für die Täuflinge, Brot für die Erstkommunionkinder, eine Luftpumpe für die Gefirmten, eine Stola für die Hochzeitspaare, Schuhe für die aus der Kirche aus- oder wieder in sie eingetretenen Menschen und Asche für die Verstorbenen.
Scharnier zwischen den Erinnerungen aus großer und kleiner Welt war der Wunsch, das in Jesus von Nazaret menschgewordene Wort Gottes (Johannesevangelium 1) möge sowohl in den wenigen Stunden des alten Jahres als auch in den vielen Stunden des neuen Jahres unter uns wohnen: in der Dachkammer des Verstandes, in der Herzkammer der Gefühle und in der Dunkelkammer der Schuld.
Im Namen des Seelsorgeteams sprach Siegmund Scherney. Er würdigte das gute Miteinander im abgelaufenen Jahr und rief dazu auf, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz die typisch christlichen Haltungen der Hoffnung und des Optimismus beizubehalten – verbunden mit den besten Wünschen für 2026. Seiner Einladung zu einem geselligen Sektempfang kamen viele aus der Feiergemeinschaft gerne nach.
Wie das ganze Jahr über zeugte auch die musikalische Gestaltung der Jahresschlussfeier – diesmal in Form eines gemischten Vokal-Quartetts („schola cantorum“) und Orgel – von der großen Vielfalt und Qualität, auf die wir in Hörsching stolz sein dürfen.
Text: Michael Steiner
Fotos: Claudia Schmidthaler, Ingrid Windhager