Geist-Erfahren statt Geister-Fahren
Der zu Beginn in den Kirchenraum hineinströmende Weihrauch symbolisierte das Vertrauen, der Heilige Geist werde ebenso in unser aller Lebensraum hineinströmen und trotz aller Bedrohungen „das Angesicht der Erde erneuern“.
Die Botschaft der Bibeltexte lautete, dass jeder Mensch Wohnung des Heiligen Geistes ist, und an den Orten des Wirkens Jesu der Heilige Geist alle besitzergreifenden, besessen machenden Un-Geister vertreibt – also Auferstehung geschieht.
In den Fürbitten wurde um die Duft-Noten des Heiligen Geistes gebetet – um seine sieben Gaben: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Gottesfurcht (Ehrfurcht vor Gott) und Frömmigkeit (Glaubwürdigkeit). Sinnlich zum Ausdruck brachten das sieben Blumen in ihrer Buntheit und Vielfalt.
Im Teilen und Essen des Brotes verinnerlichten die Gottesdienstfeiernden die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes. Außerdem konnten sie sich bei einem Blick in den Spiegel als dessen Wohnung in die Augen schauen.
Auch die mitreißende Musik trug wesentlich dazu bei, dass die Feier zu einer „Stunde des Geist-Erfahrens“ werden konnte.
Text: Michael Steiner
Foto: Michael Pozar