Unser "Rudipfarrer" - Begräbnis und Erinnerung
Rudi Wolfsberger war von 1997 bis 2012 Pfarrer in Hartkirchen, von 2000 bis 2012 zusätzlich Pfarrmoderator in Aschach/Donau.
Rudi war für die Pfarre Hartkirchen ein Segen. Er ist auf Menschen zugegangen. Er hat vielen Menschen Mut gemacht, sich an Gott anzuhalten. Auch in den Nachbarpfarren war dieser neue Schwung spürbar. Sein „Halleluja!“ zur Begrüßung fehlt uns seit seiner Pensionierung.
Leider hat sein Körper immer weniger mitgemacht. Die Schmerzen haben ihn stark beeinträchtigt. Trotzdem: Sein Tod am 23. Juni 2020 ist überraschend gekommen.
Wichtig war ihm:
„Ich wünsche mir oft eine volle Kirche, voll von Menschen, die mit ihren Liedern und Texten und Darstellungen das Leben von heute zur Sprache bringen.
Ich wünsche mir eine lebendige Kirche, die auch die schwächsten Glieder nicht vergisst.
Ganz wichtig scheint mir auch, dass alle die in der Pfarre mitarbeiten, sich Zeit nehmen zum Auftanken.“
In sein Testament schrieb er:
Mein Primizspruch lautete: „Groß ist nicht ein Mensch, der große Taten getan, sondern wer anderen Menschen Hoffnung gebracht hat.“
Und mein Leitspruch für die Zeit in der Pfarre Hartkirchen lautete: Ich will so leben, dass andere Menschen Freude an Jesus haben.
Versucht habe ich es, so zu leben. Jene, die ich enttäuscht oder verletzt habe, mögen mir bitte verzeihen.
Ich glaube an den unendlich großherzigen Gott, der mich mit all meinen Schattenseiten, Unvollkommenheiten und Sünden und mit all meinen guten Seiten annimmt und zur Vollendung führt.
Wir sind dankbar, dass Pfarrer Rudi uns teilhaben ließ an seinem festen Glauben.
Durch seine Spiritualität, seine Musikalität und seine berührenden Worte war ein herzlicher und glaubwürdiger Zeuge der Liebe Gottes.