Lesung von und mit Eva Fuchs
Man spürte, dass dieses „Angekommen-sein“ eines Menschen in der Zeit und im Leben ein Weg für sie war, ein langer Weg.
Schreibend und gestaltend hat sie sich diesen Weg erschlossen. Ein Textstück erzählte von dem Wort „Ent-Grenzung“, wie sie einer Gefahr nicht mit Abgrenzung und Widerstand begegnete, sondern mit einer Verbindung und sich so die gefahrvolle Situation in Heiterkeit verwandelte.
Diese Schreibende ist eine Meisterin, das Bruchstückhafte des Lebens zusammenzufügen und zu verbinden; aus den Teilen des Lebens einen verstehbaren TEXT zu machen. Vielleicht liegt ihr deshalb die Bild-Collage so innig am Herzen.
Einen guten Teil der "Lebensgedichte" hat Margit Bötscher vorgetragen. Ihre innere Verbindung zu diesen Gedanken war spürbar.
Der Lautenspieler Herbert Alzinger und seine schöne alte Musik gab der Lesung zwischen den einzelnen Texten eine innige Stimmung.
Diese Nähe von Wort und Erlebnis gab dem Abend eine ganz besondere Aufrichtigkeit. Es wurde ein „Seelenstreichlerabend“, so wie es uns Margit Bötscher in ihrer Begrüßung wünschte.
Text: Josef Hubl