Zwei Schwägerinnen leisten Großartiges für die Pfarre
Mit dem bekannten Zitat des irischen Schriftstellers Oscar Wild, dass der Durchschnitt der Welt ihren Bestand gibt und das Außergewöhnliche ihren Wert, leitete die Obfrau des Pfarrgemeinderates Sandra Bötscher ihre Laudatio auf Margit Bötscher ein. Für sie ist die organisatorische und verwaltungstechnische Arbeit in der Pfarrkanzlei sozusagen der Durchschnitt, aber ihre seit 2008 mit so viel Gespür für die Mitmenschen ausgeübte Tätigkeit als Pfarrsekretärin das Außergewöhnliche, das ihren Mehrwert ausmacht.
Sandra Bötscher fasste sehr treffend das Wirken der scheidenden Pfarrsekretärin mit folgenden Gedanken zusammen: „Deine Arbeit in der Pfarrkanzlei war sehr stark geprägt von Seelsorgerinsein – du hast dich um die Anliegen – um die Seelen – der Menschen gekümmert, wenn sie zu dir in die Pfarrkanzlei gekommen sind. Du hast ihnen ein offenes Ohr geschenkt, wenn der eine oder andere genau dieses Zuhören und Hinhören gebraucht hat.“
Sandra Bötscher gab abschließen der Hoffnung Ausdruck, dass Margit weiterhin in einer ehrenamtlichen Art und Weise ihr besonderes Talent und ihre Fähigkeiten einbringen wird, um damit das Leben unserer Pfarrgemeinde zu bereichern. Als Beispiel führte sie die Organisation von Ausstellungen an, die unser Pfarrzentrum beleben, diese zu einem besonderen Begegnungsort machen.
Für ihre vielen Jahre als Pfarrsekretärin und für ihr ehrenamtliches Engagement, insbesondere als Chorsängerin mit mehr als 40 „Dienstjahren“ wurde Margit Bötscher von Bischof Manfred Scheuer der „Bischöfliche Wappenbrief“ als Dank und Anerkennung verliehen. Pfarrer Josef Pesendorfer überreichte Margit diese hohe Auszeichnung mit den Worten: „Wir danken dir von Herzen für die vielen Jahre, in denen du unsere Pfarrgemeinde mit deinem offenen Ohr, deiner Geduld und deinem großen Engagement begleitet hast und freuen uns, weiterhin deine Stimme im Kirchenchor zu hören.
Gleich anschließend wandte sich Pfarrer Pesendorfer der PGR-Obfrau Sandra Bötscher zu, die vor rund zwei Wochen ihren 50. Geburtstag feierte. Im Namen des Seelsorgeteams, des Pfarrgemeinderates und der ganzen Pfarre gratulierte Pesendorfer Sandra zu diesem „Runden Geburtstag“, der gerne mit „Gold“ in Verbindung gebracht wird und sagte ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön für die lange und wertvolle Arbeit in und für die Pfarre Goldwörth. Er erinnerte daran, dass in die Zeit, in der Sandra in der Pfarre Verantwortung getragen hat, vieles geschehen ist und nannte bespielhaft die Feierlichkeiten anlässlich 600 Jahre St. Albanskirche, die Glockenweihe im Jahr 2007, die Kirchenraumgestaltung nach der Hochwasserkatastrophe 2013, die Altarweihe 2014 und die Friedhofgestaltung 2018. Die Diözese hat diese außergewöhnlichen Leistungen bereits 2023 mit der Verleihung der Severinmedaille gewürdigt.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Pfarrbevölkerung im Rahmen einer Agape im Pfarrzentrum die Möglichkeit, sich persönlich bei Margit und Sandra Bötscher für ihre Arbeit in und für die Pfarre zu bedanken und der Sandra noch nachträglich zum Geburtstag zu gratulieren.