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Inhalt:

Berufen zur Hoffnung

2. Sonntag nach Weihnachten
Hoffnung, die unser Leben erleuchtet.

Im Evangelium hören wir wieder den Prolog des Johannes wie schon am 25.12., die Lesung ist aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus. Paulus Paulus betet darin um die Erkenntnis Gottes:

Es ist ein wunderbarer Text, den Paulus hier an die Epheser schreibt, besonders angesprochen hat mich der letzte Vers:

 

Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr versteht,
zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid.

Eph 1,18a

 

Hoffnung prägt den Jahreswechsel von 2020 auf 2021: Hoffnung auf die Impfung, Hoffnung auf gute Medikamente, Hoffnung auf niedrigere Zahlen, Hoffnung auf Freiheit, Hoffnung auf Nähe, Hoffnung auf Arbeit. Zuversichtlich ist dabei nur ein Drittel der ÖsterreicherInnen. Es kommen auch noch viele Herausforderungen auf uns zu. Wenn der Virus - vielleicht durch die Impfung - in Schranken gewiesen sein wird, bleibt die Klimakrise und da gibt es keine Impfung. Da müssen wir uns alle gemeinsam anstrengen und Lebensgewohnheiten ändern. Auf Nähe und Gemeinschaft müssen wir dafür nicht verzichten, dafür auf andere Dinge. Vielleicht hilft uns die Erfahrung, dass vieles möglich ist.

 

Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr versteht,
zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid.

 

Die Hoffnung, von der Paulus spricht, geht aber noch viel tiefer, als die kurzfristige Hoffnung auf Besserung unserer Lebenssituation. Die Hoffnung gründet auf "ihn", auf Gott, auf Jesus Christus, der Mensch geworden ist, der als Licht in die Welt gekommen ist, um alle Finsternis zu erhellen. Allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden. 
Gott als Vater zu haben, das ist wirklich Grund zur Hoffnung, nicht nur einer Hoffnung, "die zuletzt stirbt", sondern einer Zuversicht, dass alles gut wird. 

 

Er erleuchte die Augen eures Herzens,
damit ihr versteht,
zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid.

 

Wenn wir zur Hoffnung berufen sind, dann heißt das auch, dass wir aus dieser Hoffnung leben, dass wir Kraft schöpfen können aus der Hoffnung, die uns erfüllt, dass wir diese Zuversicht weitergeben können.  Wir müssen uns nicht ängstigen lassen, von Dingen und Situationen, die vorübergehen, nicht einmal der Tod kann uns Angst machen, denn das Leben ist letztlich stärker als der Tod, weil Christus den Tod überwunden hat. Wenn wir aus der Hoffnung und der Zuversicht leben, dann können wir auch Freude verbreiten, dann werden wir Licht für andere sein, dann wird das Leben in dieser Welt besser. Wenn auch nur durch jeden ein ganz klein wenig, so doch durch jeden ein bisschen. Gemeinsam könnten Christen wieder eine Leuchtkraft entwickeln, wenn wir uns alle durch die Hoffnung leiten lassen, zu der wir durch ihn berufen sind.

 

Darum lasst uns gemeinsam beten,

dass er die Augen unseres Herzens erleuchte,
damit wir verstehen,
zu welcher Hoffnung wir durch ihn berufen sind.

 

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