Wegbereiter
"Bereitet dem Herrn den Weg!"
ruft Johannes den Menschen zu, die in Scharen zu ihm an den Jorden kommen.
Wegbereiter sein für den Herrn, wie geht das?
Welchen Weg braucht er, welche Straße wird er nehmen, die hergerichtet werden soll? Woher kommt er eigentlich?
Fragen, die wir dann gern stellen, die aber vom Wesentlichen ablenken.
Fragen können auch eine Ausrede sein, nichts tun zu müssen.
"Bereitet dem Herrn den Weg!"
ruft uns Johannes immer noch zu - also was sollen wir jetzt tun? Es kann ja nicht darum gehen, die Fa Strabag zu holen, um die kaputte Straße zu asphaltieren.
Jesus möchte auch nicht einen Weg von Waidhofen, oder durchs Ennstal nach Gaflenz finden, er lädt uns ein, den Weg in unser Herz zu bereiten. Da kann Sünde im Weg stehen, Lieblosigkeiten, Egoismus, Neid oder Hochmut, die für Gott keinen Platz lassen, die uns hindern, auf Gott zu vertrauen. Da legt Johannes den Finger drauf, und wer bereit ist, hinzuschauen, einzusehen, was falsch ist, den tauft er zur Vergebung. Getauft sind wir schon, aber Vergebung tut auch uns immer wieder gut.
"Bereitet dem Herrn den Weg!"
sagt Johannes, denn der der kommt, ist viel größer.
auch wenn er zunächst ganz klein kommt, gerade in der Schwachheit zeigt er seine Größe, schenkt er Freude ganz ohne wertvolle Geschenke.
Er schenkt Freude allen, die ein offenes Herz haben,
allen, die vertrauen und sich leiten lassen,
allen, die lieben und Hoffnung weitergeben.
Jesus im Kind begegnen erfüllt unser Herz,
bringt unsere Hoffnungen und Sehnsüchte zur Vollendung.
"Bereitet dem Herrn den Weg!"
Noch sind 2 1/2 Wochen Zeit.