Advent - Wachen und Hoffen
Advent - Wachen und Hoffen
Wenn am nächsten Tag das Christkind kommt, können Kinder oft nicht einschlafen, zu groß ist die Aufregung, die Sehnsucht, die Hoffnung, ...
Erwachsene haben die Hoffnung auf das Christkind vielfach verloren. Schade.
Ich meine jetzt nicht das Christkind, dass die Geschenke bringt, die sich Mama und Papa nicht leisten können. Ich meine jenes Kind, das von den Engeln als Retter verkündet wurde, das als Christus eine neue Zeitrechnug begonnen hat.
Kommt von ihm heute noch Hoffnung?
Advent - Wachen und Hoffen
Seid wachsam! lädt Jesus seine Zuhörer ein, denn ihr wisst nicht, wann er kommt. Ich gebe zu, 2000 Jahre ist schon eine lange Zeit, da ist nicht zu erwarten, dass er genau in den nächsten Tagen wiederkommt - kann auch noch 1000 Jahre dauern.
Dennoch ist Advent ein Wachen und Hoffen, dass er kommt. Vielleicht kommt er auch nicht auf den Wolken mit Trompeten und Posaunen, sondern nochmal ganz unscheinbar, wie schon damals - als Kind mit leuchtenden Augen, oder als Asylwerber auf der Suche nach Heimat, oder als Krankenschwester an der Grenze zum Burnout, oder als trotz allem freundliche Verkäuferin, oder als besorgte Nachbarin, oder...
Vielleicht begegnet er uns heute noch - seid wachsam!
Advent - Wachen und Hoffen
Meine Hoffnung kommt von Gott.
Manche hoffen auf Massentests, manche hoffen auf die Impung, manche hoffen, dass sie nicht erwischt werden, manche hoffen, dass der Betrieb den Lockdown durchhält, manchen hoffen, dass die Klimaerwärmung doch nicht so schlimm wird, manche hoffen, dass aus den Kindern etwas wird, manche hoffen, dass alles gut wird.
Gerade in der Krise ist Hoffnung das, was uns leben lässt.
Alle hoffen, dass die Pandemie ein Ende findet, aber niemand weiß den Weg dorthin (obwohl viele alles besser wissen).
Kann Gott uns Hoffnung geben? In die Krisenzeiten der Israeliten hat er Propheten geschickt, wie den Jesaja, der den Menschen die Hoffnung wiedergegeben hat. Gott wird kommen, und sei es nur in einem kleinen Kind.
Advent - Wachen und Hoffen
Wenn wir achtsam sind im Advent, die Augen offenhalten für Hoffnungszeichen, dann kann die Hoffnung wachsen, dass das Gute wächst.
Wenn wir achtsam sind auf die Wunder der Natur, auf das Lächeln der Kinder, auf die genialen Ideen der Menschen, auf die Hilfsbereitschaft in der Krankheit, auf die Freude an der Begegung, auf die Lichter der Hoffnung, ...
dann können wir lernen, wieder auf Gott unsere Hoffnung zu setzen, der in all den kleinen frohen Zeichen die Welt zum Besseren verändert.