Innehalten am Aschermittwoch
So sagt es normalerweise der Priester, wenn er uns das Aschenkreuz auf die Stirne zeichnet.
(Bedenke, dass du sterben musst.) Der Aschermittwoch konfrontiert uns im Zeichen der Asche mit der Endlichkeit des Lebens.
Die Besinnung auf Abschied, Vergänglichkeit, Tod will uns zu einer Lebenseinstellung führen, die aus der Umkehr, aus der „umgekehrten Richtung „ kommt. Echte Osterfreude erfahren wir paradoxerweise, wenn wir dem Tod ins Auge blicken – sowohl dem Tod Jesu Christi, als auch dem eigenen Leiden und Sterben, das in der Nachfolge Christi zum „Leben in Fülle“ führt. (Joh. 10,10)
Der Aschermittwoch fordert uns zu einem Umgang mit dem Tod auf, der dem Leben dient, einem Leben, das Gott uns geschenkt hat und ein Leben das den Tod nicht zu fürchten braucht. Erst von Ostern her gewinnt die Fastenzeit ihren Sinn, denn Ostern ist das Fest der Rettung unseres vergänglichen Lebens.
Der tiefste Sinn der Fastenzeit liegt eigentlich darin, Gottes Nähe zu erfahren und seiner erneuerten Kraft gewiss zu werden.
Somit dient die Fastenzeit, die falschen Gewichte unseres Lebens hinter uns zu lassen, um transparent zu werden für die Wirklichkeit Gottes. Wenn wir uns Gott überlassen,erfahren wir „das Unerhörte“ - in Gottes Hand zu sein“.
Das sagte schon Dag Hammarskjöld.