Wenn die vierte Kerze brennt…
So manches ist noch zu tun in der verbleibenden Zeit der Vorbereitung auf das Fest.
Ich lade Sie wieder ein, sich Zeit zu nehmen für die innere Vorbereitung.
Still werden, einfach vor dem Adventkranz sitzen und sich Zeit nehmen zum Nachdenken: das Lichtflackern beobachten und den schon etwas mehr erhellten Raum genießen.
Der heutige Denkanstoß HOFFNUNG
Dazu eine Geschichte:
Vier Kerzen brannten am Adventkranz. Es war still. So still, dass man hörte wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.
Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich auf die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!
Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab nur keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.
Zum Nachdenken
Hoffnungslos kann ein Mensch nur sein, wenn er keine Zukunft sieht. Keine Zukunft zu sehen bedeutet, dass da niemand ist, der einem hilft. Hoffnungslosigkeit hat keine Perspektive. Wo sie anzutreffen ist leiden Glaube und Liebe.
Jesus hat uns gezeigt, dass sein Leben nicht hoffnungslos ist, sondern dass es Sinn macht zu lieben, zu glauben und auf Gott zu vertrauen.
• Wer oder was gibt mir Hoffnung und Zuversicht?
• Kann ich Gott vertrauen, dass er mir zur Seite steht?
• Wie kann ich jemandem Hoffnung schenken?
SEGENSGEBET
Gott des ewigen Lichtes,
erhelle mit deinem Segen unsere Dunkelheit.
Erfülle mit deinem Segen unsere Hoffnung.
Erwecke in uns mit deinem Segen neue Kräfte. Amen.
In den noch wenigen verbleibenden Adventtagen wünscht Ihnen/Dir
viel Vorfreude auf das Fest der Geburt Christi.
Ferdinand Aichinger