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INNEHALTEN - Weihnachten

20. Dezember 2019

Weihnachten darf durchaus eine Zeit des Zuviels sein, vor allem eine Zuviel an Zeit schenken.

Für die meisten von uns immer noch eine der größten Herausforderungen.  

 

Dazu eine Geschichte unter:

Kann man mit Geld alles kaufen?

 

Tante Mathilde war gerade zu Besuch auf dem Sternöderhof, um ihre Weihnachtsgeschenke abzuliefern. Die fünfjährige Anna hörte die Stimme ihrer Taufpatin und stürmte freudig ins Wohnzimmer, um sie zu begrüßen.

Als ihre die Tante ein paar Münzen zusteckte, strahlte sie übers ganze Gesicht, verwschand und kam umgehend mit einem vollen Sparschwien zurück.

 

Die Kleine fragte: "Du, Tangte, mit Geld kann man doch alles kaufen, oder?" Die Tante meinte: "Na ja, vielleicht nicht alles, aber man kann sich viele Wünsche erfüllen." Ganz aufgeregft murmelte das Kind vor sich hin: "Hoffentlich reicht das Geld."

 

Die Tante war nun neugierig geworden und wollte wissen, für was sie den so viel Geld brauche? "Die Mama sagt immer, wenn sie sich ein paar Stunden Zeit kaufen könne, dann würde sie so gerne mit mir spielen. Tante, kannst du nicht in der Stadt für Mama ein paar Stunden Zeit kaufen, damit  sie mehr Zeit für mich hat?"

 

Die Tante war gerührt und versprach, ihr Möglichstes zu tun. Mathilde ging nachdenklich in die Küche, wo sie ihre Schwester mit hochroten Kopf beim Putzen vorfand. Gleich fing diese an zu jammern, wie viel Arbeit sie habe, dass nur noch zwei Wochen bis Weihnachten seien und dass sie noch kein einziges Geschenk gekauft habe... Die Tante unterbrach ihren Redeschwall, hielt ihr das Sparschwein hin und fragte, ob sie wisse, wofür Anna hier spare? Auf ihre Verneingung hin erklärte sie, dass Anna von diesem mühsam zusammengesparten Geld ein paar Stunden Zeit kaufen wolle, um die Mama auch mal für sich allein zu haben!

Betroffen wischete die Mutter ihre Hände an der Schürze ab und setzte sich auf einen Stuhl. Mathilde legte ihre die Hand auf die Schultern und sagte, noch bevor sie ging:

"Weißt du, wenn deine Kinder groß sind, werden sie sich nicht an deine sauberen Fenster oder deinen perfeten Garten erinnern. Doch die Zeit, die du mit ihnen verbracht hast, bleibt für immer unvergessen!"

 

Die Mutter stellte den Putzeiner zur Seite und ließ ihre Arbeit ruhen. Sie band ihre Schürze ab und ging mit Tränen der Rührung ins Kinderzimmer.    v. Gisela Rieger  

 

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und viele Zeitgeschenke wünscht Dir/Ihnen
Ferdinand Aichinger

Seelsorgeteamleiter u.

Wortgottesdienstleiter

 

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