Die Lesung aus dem Buch Genesis erzählte die Geschichte vom Sündenfall und der Erkenntnis, nackt zu sein. Im Evangelium wurde davon berichtet, dass Jesus seinen Jüngern Macht gab, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die Macht des Feindes zu überwinden.
In der Predigt legte Obmann Thomas Schwierz dar, dass der Paradiesbaum symbolisch für die Schöpfung stehe. Beim Sündenfall rührte der Mensch an der Schöpfung und maßte sich an, an die Stelle des Schöpfers zu treten und zerstörte damit das Paradies. Die großartige Erkenntnis, die der Mensch daraus gewann, war, dass er nackt war – nackt im Verstand. Wenn sich der Mensch in die Schöpfung einmischt, bringt das kein Glück. Die Schlange gaukelt uns ständig irgendwelche harmlos aussehende Verlockungen vor, die dazu führen, die Schöpfung zu zerstören. Die Ausbeutung der Natur, nur um noch mehr zu haben, führt letztlich zur Zerstörung des Menschen. Die Jünger Christi haben Macht bekommen, das Böse zu überwinden. Wir sind aufgerufen, den Verlockungen der Schlange zu widerstehen und uns nicht nach dem Wind zu drehen, sondern die Schöpfung zu achten, deren Teil wir schließlich sind.
Der Gottesdienst war wieder sehr gut besucht. Die Weisenbläser sorgten in der herrlichen Natur im Sonnenuntergang für eine festliche Stimmung und spielten auch noch im Gasthaus auf der Gis, wo der Abend bei einer Jause ausklang. Kameraden waren mit dreizehn Fahnen aus drei verschiedenen Bezirken gekommen.