Es wurde daraus ein wirklich großes Fest. Mustafa begrüßte die Gäste sehr herzlich auf Deutsch und bedankte sich nicht nur bei den Eidenbergern, sondern auch bei der Republik Österreich für die Aufnahme und die Ermöglichung eines Lebens in Sicherheit, das die Herkunftsländer Syrien und Irak den Familien nicht mehr bieten können.
Die Flüchtlinge stellten in kurzen Videos ihre jeweilige Heimat vor, wie sie vor dem Krieg aussah, moderne Städte mit blühendem Leben, wo Moslems und Christen friedlich nebeneinander Platz fanden. Dann zeigten sie in kurzen Filmen, was davon übrig geblieben ist: Trümmer, zerbombte Häuser, gesprengte Gebäude wie die Universität in Mosul, wo Mustafa studiert hatte.
Erfreulich war die große Zahl der Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Die Eidenberger sorgten für einen vollen Stadl. Gekommen waren auch Christine Herzog mit ihren Flüchtlingen von der Pfarre St. Peter/Spallerhof und Greti Dessl mit den Gramastettner Flüchtlingen.
Die Flüchtlingsfamilien hatten fleißig gekocht und ein üppiges Buffet mit orientalischen Speisen aufgebaut. Auch die Eidenberger trugen mit österreichischen Schmankerl bei. Es schmeckte ganz ausgezeichnet.
Beiträge zum Unterhaltungsprogramm brachten der Kirchenchor, eine arabisch-österreichische Gruppe des Eidenberger Kindergartens und die Volkstanzgruppen Eidenberg/Kirchschlag und Gramastetten. Die Flüchtlinge luden die Einheimischen zu syrischen und kurdischen Tänzen ein. Es war eine Freude zu sehen, mit welchem Temperament und welcher Begeisterung die Syrer – auch die Frauen – tanzten.
Aber auch die Kinder hatten ihren Spaß beim Schminken und liefen mit verformbaren Luftballons auf dem Kopf aufgeweckt durch die Menge.
Es herrschte eine herzliche und gelöste Stimmung, wo neue Bekanntschaften gemacht wurden. Man kann wirklich von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Ein großes „Dankeschön“ den Flüchtlingsfamilien und der Aktion „Eidenberg hilft“!