Maiandacht des Kameradschaftsbundes beim Roten Kreuz
Heuer werden es 40 Jahre, dass das Rote Kreuz auf Initiative von Johann Wakolm neu errichtet und von P. Severin Lummerstorfer im Rahmen einer Feldmesse eingeweiht wurde. Der Kameradschaftsbund, der die Patronanz über das Wegkreuz innehat, beging das Jubiläum mit einer Maiandacht.
Rund fünfzig Leute versammelten sich am Abend in Kammerschlag. Aichinger Ferdl stellte die Andacht unter das Thema Frieden. Mit Gedanken zum Frieden wurden nacheinander sechs Kerzen entzündet. Musikalisch umrahmten die Weisenbläser des Musikvereins Eidenberg die stimmungsvolle Feier.
Johann Wakolm erzählte im Anschluss an die Andacht die Geschichte des Roten Kreuzes: Das Kreuz stand ursprünglich an der gegenüberliegenden Straßenseite und war schon ziemlich vermorscht. So ergriff er damals die Initiative zu einer Erneuerung. Josef Madlmeir sen. zimmerte ein neues Kreuz. Ernst Pointner besorgte einen Stein, in den Johann Wakolm Schraubenverankerungen eingoss, um das Kreuz über dem Bodenniveau im Trockenen befestigen zu können und so ein erneutes Vermorschen zu verhindern. Der Sage nach sollen unter dem ursprünglichen Standort des Roten Kreuzes französische Soldaten aus den napoleonischen Kriegen begraben liegen. Einer anderen Erklärung zufolge soll das Kreuz die Grenze der einstigen Gerichtsbarkeitsbezirke der Herrschaften Wildberg und Waxenberg markieren. An dieser Stelle seien Delinquenten ausgetauscht worden.
Konsulent
Dr. Thomas SCHWIERZ