Ein interessanter Männertag zum Thema „Vater sein – die Herausforderung“
So der Referent Alois Kloibhofer aus Bad Zell.
Es ist nicht immer leicht, die Beziehung zum Vater gut zu gestalten oder selbst einer zu sein. Gleichzeitig können diese Beziehungen von einer erfüllenden Leichtigkeit durchwoben sein.
In diesen Beziehungen kann auch Gott wahrnehmbar sein, als jemand, der uns immer begleitet und Chancen gibt, wieder aufeinander zuzugehen.
Alois Kloibhofer, Vater und Lehrer, zog die 60 Teilnehmer am Männertag mit diesem Thema in seinen Bann.
Er verstand es als Vater von drei Kindern ( 8, 11 und 14 Jahre), sowie als erfahrener Hauptschullehrer dieses Thema hautnah den Vätern und Großvätern nahe zu bringen.
Einige Schwerpunkte aus dem Referat, die ihm als Vater ein Anliegen sind:
- Kinder in allen Lebenslagen immer wieder LOBEN – vor allem in der
Pubertät - REGELN/GRENZEN setzen, auch wenn es mir als Vater manchmal schwer fällt; Kinder und Jugendliche suchen Grenzen.
- Beziehung zu Söhnen/Töchtern pflegen – das Gespräch nützen, sich interessieren, und nicht nur reden wenn es etwas zu nörgeln gibt.
- Kindern, vor allem Jugendlichen etwas ZUTRAUEN vor Prüfungen usw. Du schaffst es – das kannst du – ich verlasse mich auf dich.
- Gemeinsam etwas tun – handwerklich, usw. ihnen erfüllbare Aufgaben geben und Anerkennung zukommen lassen.
- Die „Tür nicht zuschlagen, sondern offen lassen.“ Auch in schwierigen Zeiten müssen die Kinder das Gefühl und die Chance haben, jederzeit willkommen zu sein.
- Die Hand als Vater immer wieder zur Versöhnung entgegenstrecken.
- Väter sollen Kinder segnen oder für sie um den Segen bitten im Gebet. Wenn wir uns machtlos fühlen, dürfen wir unsere Kinder Gott in die Hände geben.
Dazu ein Gebet für Väter/Mütter
Herr, sie sind draußen,
und ich kann sie nicht mehr behüten.
Je größer sie werden,
um so weniger kann ich sie begleiten.
Sie gehen ihre eigenen Wege,
und mir bleibt nichts, als sie dir anzuvertrauen.
Gib ihnen gute Kameraden und Freunde,
die sorgsam mit ihnen umgehen.
Behüte sie im Verkehr,
dass sie nicht in Gefahr geraten
und niemanden in Gefahr bringen.
Bewahre sie, dass sie nichts Unrechtes tun,
wenn sie unter sich sind.
Gib vor allem, dass sie gerne wieder heim kommen,
dass sie sich auf ihr Elternhaus freuen und es lieben.
Gib mir, dass es mir gelingt, unser Haus freundlich zu machen.
Gib, dass sie nicht mit Angst an ihre Eltern denken,
auch dann nicht, wenn sie Unrechtes getan haben.
Erhalte ihnen das Vertrauen,
dass dieses Haus immer für sie offen ist,
trotz all ihrer Fehler.
Und hilf uns allen zu zeigen, was es heißt,
zu Hause zu sein,
bei Dir daheim,
im Haus und am Tisch Deines ewigen Reiches.
Amen.
Referent Alois Kloibhofer