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Allerseelen - Erinnern an die Verstorbenen

Totengedenken

Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Friedhöfe besucht, wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Allerseelen - Erinnern an die Verstorbenen
Das Gedenken an die Verstorbenen gehört zum ältesten religiösen Verhalten der Menschen. Das Schmücken der Gräber, das Entzünden einer Kerze, das Gebet beim Grab hat es bereits seit Beginn des Christentums gegeben. Am Allerheiligen- und Allerseelentag werden die Gräber bei der Gräbersegnung mit Weihwasser besprengt.


Geschichte des Festes

Ursprünglich wurde das Gedenken an die Verstorbenen am Tag nach Pfingsten, ähnlich wie das Heiligengedenken abgehalten. Ansätze zu einem Allerseelentag gab es bereits im frühen Mittelalter. Der Tag Allerseelen am 2. November geht aber ganz konkret auf Abt Odilo von Cluny in Frankreich zurück. Odilo, der von 994 bis 1048 lebte, weiß man, dass er die Feier eines Gedächtnistages für alle verstorbenen Gläubigen nach dem Allerheiligenfest anordnete. Unter dem Einfluss des Reformklosters Cluny verbreitete sich dann der Allerseelentag sehr schnell in der gesamten Kirche.

 

Arme Seelen, Fegefeuer, Gericht, Himmel und Hölle

Der christliche Glaube enthält aufgrund der Zusage der Auferstehung die Überzeugung, dass die Toten in ihrem Sterben in die liebenden und vollendenden Hände Gottes fallen. Die theologischen Theorien gründen auf die biblischen Erzählungen und auf die menschliche Erfahrung im Leben. Das so genannte Gericht Gottes kann nach menschlicher Vorstellung und nach den Erzählungen in der Bibel so vorgestellt werden: ich stehe als ganzer Mensch mit meinen Fähigkeiten und Fehlern vor Gott und kann mich selber erstmals vollständig erkennen.

 

Im Mittelalter entwickelte sich eine Sorge um die Verstorbenen und wie es ihnen wohl bei diesem Gericht und auf dem Weg dorthin gehen werde. Es entstand das Bild vom „Fegefeuer“ als Reinigungsort der sündigen Seelen bevor sie noch zu Gott kommen. Daher betete man auch für die „Armen Seelen“. Die mittelalterlichen Ängste rund um die Jenseitsvorstellungen sind heute laut Studien aus der Sterbebegleitung kaum mehr vorhanden.

Die Christen glauben daran, dass Gott uns so annimmt, wie wir sind. Die Erkenntnis nach unserem Tod, wie wir wirklich sind kann grausam - höllisch sein und kann befreiend - himmlisch sein. In der Theologie wird nicht von dem kalten Richtergott gesprochen. Es steht immer die Beziehung Gott-Mensch im Vordergrund. Alle Bilder, die im Laufe der Jahrhunderte von Himmel und Hölle gemalt wurden, sind die Vorstellungen von lebenden Menschen in ihrer jeweiligen Kultur.

 

Gebet für die Verstorbenen

Wenn ein vertrauter Mensch gestorben ist, so kommen die Angehörigen zum Gebet zusammen. Dieses Gebet drückt die Verbindung der Lebenden zu den Toten aus und ermöglicht noch einmal Wünsche und Gefühle dem Verstorbenen mitzuteilen.
Eine Frau war im Leben sehr verbittert und unzufrieden. Als Angehörige schicke ich das Gebet: „Lass sie ruhen in Frieden!“ zu Gott und wünsche ihr diesen Frieden auf dem neuen Weg mit Gott.

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Sonntag:  09:45 Uhr

Dienstag: 08:00 Uhr

(ev. Abweichungen werden am Verkündzettel bekannt gegeben)

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