Karsamstag 2009
Die Gläubigen besuchen das in den Kirchen aufgestellte Grab Jesu. In den Pfarren werden Gebetsstunden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.
Osternacht, Auferstehungsfeier, um 19.30 Uhr
Der Glaube an die Auferstehung ist eine Grundüberzeugung des christlichen Glaubens. Menschen fragen sich zu jeder Zeit und vor allem angesichts persönlicher und menschlicher Katastrophen: Wie können wir dem Kreislauf tödlicher Gewalt entgehen? Zu Ostern wird die Auferstehung von den Toten gefeiert. Darin verdichtet sich auch die Dramaturgie unseres Lebens. Menschen erleben Verzweiflung und den Beginn neuen Lebens. Die Auferstehung ist der Moment, in dem uns in der Zeit dieses Lebens, in der Zeit des Leidens, Gott selbst entgegenkommt und alle Tränen abwischt und den Tod in Leben verwandelt.
In der Feier der Osternacht ist die Osterkerze ein Symbol dafür. Die kleine Flamme, die dann nach und nach an alle Feiernden im Gottesdienst weitergegeben wird, erleuchtet den Raum, ist im Christentum ein Zeichen der Hoffnung.
Die Osternachtfeier ist der liturgische Höhepunkt des Kirchenjahres.
In einer Lichtfeier entzündet der Priester vor der Kirche das Osterfeuer und damit die Osterkerze. Mit der Osterkerze wird das Weihwasser geweiht, in manchen Pfarren werden in der Osternacht auch Kinder getauft.
Die Lesungen aus der Bibel erinnern an die jüdischen Wurzeln des Christentums, wie dem Auszug Mose aus Ägypten und erzählen die Schilderung der Frauen und Jünger vom leeren Grab.